Bullenstark investieren
09.03.2021 Carsten Stork

Anstieg der Rohstoffpreise = Anstieg der Inflation?

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Oil WTI

Die Rohstoffpreise sind seit Beginn des Jahres um fast 20 Prozent gestiegen. Seit dem Ausbruch von Covid-19 beträgt der Anstieg sogar mehr als 110 Prozent. Mit dem Abflachen der Pandemie ist ein erhöhte Nachfrage nach Rohstoffen erwartet worden. Überraschend ist allerdings die Stärke der Bewegung nach oben.

Rohstoffpreise auf dem Weg nach oben
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Beginn eines neuen Rohstoff-Superzyklus?

Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen: Lieferengpässe und steigende Nachfrage haben die Preise von Rohstoffen in allen Bereichen stark ansteigen lassen. Politiker und Experten sind von der Heftigkeit der Bewegung überrascht und die Reaktion in den Bondmärkten zeigt, dass der Markt bereits von steigender Inflation ausgeht. Der vom ISM (institute of Supply Management) veröffentlichte Index für das verarbeitende Gewerbe (US ISM Manufacturing Prices Paid Index) ist im Februar 2021 um weitere 4 Prozent-Punkte auf 86 angestiegen. Dies ist der höchste Wert seit Juli 2008.

Unterschied zu 2008

Im Februar 2021 ist der Preis-Anstieg auf eine wirtschaftliche Erholung aufgrund eines Nachlassen der weltweiten Pandemie zurückzuführen. Im Jahr 2008 kühlte die Konjunktur nach einem mehrjährigem Wachstum gerade wieder ab, der Crude Oil Preis notierte im Juli 08 im Durchschnitt noch bei 133 Dollar. Der durchschnittliche Ölpreis betrug im Februar 21 gerade einmal 59 Dollar, allerdings repräsentiert der Crude Oil Preisanstieg der letzten Monate den stärksten den die Welt seit 50 Jahren am Beginn einer wirtschaftlichen Erholung gesehen hat. Weitere 50 Rohstoffe notierten höher als noch vor einem Jahr. Die Preis-Dynamik steht damit auf breiten und soliden Beinen. 


Crude Oil heute und 2008
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Unternehmer und Hersteller rechnen mit weiter steigenden Preisen

Umfragen haben ergeben, dass beide Gruppen auch mit einer steigenden Inflation rechnen. Die Erwartung ist weit höher als die der FED und der Anstieg könnte in 2021 sogar bei mehr als drei Prozent liegen. Nach wie vor gehen die Notenbanken von einem vorübergehenden Phänomen aus, sollte sich die Hausse in den Rohstoffmärkten fortsetzen könnte die Einschätzung der Experten jedoch falsch sein.


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