Nach einer kurzen Phase der Erholung gerieten die deutschen Aktien am Donnerstag erneut unter Druck. Hintergrund ist vor allem die weiterhin unsichere Entwicklung im Konflikt mit dem Iran. Der DAX verzeichnete entsprechend Verluste und beendete den Handel mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 22.612,97 Punkten.
Trotz des Rückgangs bewegte sich der Leitindex weiterhin innerhalb der Handelsspanne vom Wochenbeginn, als starke Kursschwankungen infolge widersprüchlicher Nachrichten für Bewegung gesorgt hatten. Auch der MDAX, gab nach und verlor knapp zwei Prozent auf 28.264,78 Zähler.
Die Lage im Nahen Osten bleibt unterdessen schwer einschätzbar und schwankt zwischen eskalierenden Drohungen und diplomatischen Signalen. Unterschiedliche Aussagen sorgen weiterhin für Unsicherheit an den Märkten. So erklärte etwa US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, der Iran dränge angeblich auf eine Einigung.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim hat der Iran in der Nacht zum Donnerstag auf den 15-Punkte-Plan der USA zur Beendigung des Konflikts reagiert. Dabei fordert Teheran unter anderem ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen auf allen Ebenen und wartet nun auf eine Stellungnahme aus Washington. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff zeigte sich unterdessen optimistisch und sprach von deutlichen Hinweisen darauf, dass eine Einigung möglich sei. An den Finanzmärkten überwiegt jedoch Skepsis.
Vor dem Hintergrund wachsender Konjunktursorgen gerieten insbesondere Rohstoffwerte, die zuvor deutlich zugelegt hatten, erneut unter Druck. Zusätzlich belasteten enttäuschende Geschäftszahlen des US-Unternehmens Worthington Steel, die nach Börsenschluss veröffentlicht wurden, die Stimmung. Am deutschen Markt mussten vor allem Metallwerte Verluste hinnehmen. Aurubis büßten rund 3,6 Prozent ein, während Salzgitter etwa 4,0 Prozent verloren. Thyssenkrupp traf es noch etwas stärker mit einem Minus von 4,5 Prozent. Am deutlichsten unter Druck standen jedoch die Papiere von Siemens Energy, die als schwächster Wert im DAX um 5,2 Prozent nachgaben.
Heute, 18:00