Der Rohstoff Lithium wird für die neue Energie- und Verkehrswelt unverzichtbar werden. Der Rohstoffriese Rio Tinto geht davon aus, dass sich Lithium in den kommenden Jahren zum dynamischsten Wachstumsfeld des Konzerns entwickeln. Laut Reuters rechnet der weltweit zweitgrößte Bergbauer damit, dass sich das Lithiumgeschäft schneller ausweiten wird als andere Bereiche
Zusammenfassung:
• Rio Tinto erwartet, dass Lithium zum am schnellsten wachsenden Geschäftsbereich des Konzerns wird und plant einen starken Ausbau der Produktionskapazitäten bis 2028.
• Der Konzern hat seinen Einstieg in den Lithiummarkt durch die Übernahme von Arcadium sowie die Mehrheitsübernahme von Nemaska Lithium deutlich ausgebaut.
• Weitere Übernahmen sind derzeit nicht geplant; stattdessen setzt Rio Tinto auf organisches Wachstum und Kooperationen, etwa mit CATL.
Für das laufende Jahr plant das Unternehmen eine Produktion von mindestens 61.000 Tonnen Lithium. Bis 2028 soll die jährliche Kapazität auf bis zu 200.000 Tonnen steigen. Der Rohstoff spielt insbesondere für die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge und stationäre Energiespeicher eine zentrale Rolle. Den Einstieg in den Lithiummarkt vollzog Rio Tinto erst im vergangenen Jahr durch die Übernahme des US-Unternehmens Arcadium. Mit dem Zukauf sicherte sich der Konzern nicht nur Zugang zu Minen, Verarbeitungsanlagen und Lagerstätten auf vier Kontinenten, sondern gewann auch Kunden wie Tesla hinzu. Jérôme Pécresse, verantwortlich für den Bereich Aluminium und Lithium, äußerte sich sehr positiv über die übernommenen Arcadium-Anlagen. Darüber hinaus arbeitet Rio Tinto gemeinsam mit dem chinesischen Batterieproduzenten CATL daran, die Elektrifizierung von Bergbaubetrieben voranzutreiben.
Weitere Zukäufe im Lithiumsektor stehen derzeit jedoch nicht auf der Agenda. Erst im Februar hatte Rio Tinto seine Beteiligung am kanadischen Unternehmen Nemaska Lithium auf 53,9 Prozent erhöht und damit die Kontrolle übernommen. Nach Angaben von Pécresse verfolgt der Konzern nicht das Ziel, zum größten Lithiumproduzenten der Welt aufzusteigen: „Wir verfolgen keine Strategie, die Nummer eins oder etwa die Nummer drei zu werden“, betonte Pécresse. „Unsere Strategie besteht darin, über eine Reihe von Vermögenswerten zu verfügen, die groß genug sind, um uns bei der Kundschaft relevant zu machen.“
Der Musterdepot-Titel Rio Tinto bleibt nach wie vor eine attraktive Anlage. Der Stoppkurs kann bei 62,00 Euro belassen werden. Ebenso spannend bleibt der Lithiummarkt. Wer hier investieren will, kann auf den Best of Lithium Index des AKTIOMÄR setzen. Mutige können dabei mit gehebelten Produkten spekulieren. Wer es konservativer mag, legt sich das Indexzertifikat mit der WKN DA0AAS ins Depot.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
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Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rio Tinto.
Heute, 13:29