Die US-Aktienmärkte geben am Donnerstag erneut nach. Belastend wirkten vor allem die hohen Anleiherenditen und der weiter gestiegene Ölpreis. Der Dow Jones Industrial verliert im frühen Handel 0,5 Prozent auf 50.944 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verliert 0,4 Prozent auf 7.772 Punkte. Und der technologielastige Nasdaq 100 gibt 0,6 Prozent auf 30.990 Punkte nach.
Für zusätzlichen Auftrieb bei den Ölpreisen sorgten Berichte über mögliche neue US-Angriffe auf den Iran. Demnach könnten die Vereinigten Staaten in den kommenden Wochen umfangreichere Militäreinsätze wieder aufnehmen. Das berichteten „Axios“ und NBC News unter Berufung auf informierte Kreise. Auch „The Atlantic“ meldete, das Weiße Haus habe das Verteidigungsministerium angewiesen, Optionen für Angriffe auf den Iran noch vor den Zwischenwahlen im November zu entwickeln.
Bester Wert im Dow Jones ist demnach auch ein Öltitel. Chevron gewinnt 2,9 Prozent. Auf den Plätzen folgen Walmart, McDonald’s,, Coca-Cola und Walt Disney mit Zugewinnen von bis zu 1,5 Prozent. Unter Druck stehen hingegen die Titel aus dem Gesundheitssektor. Amgen verliert 2,6 Prozent, Johnson & Johnson 2,2 Prozent und Merck & Co 2,1 Prozent.
Auch PepsiCo kann zulegen. Das Papier steigt nach der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal um 1,1 Prozent. Sowohl die organische Umsatzentwicklung als auch der Gewinn lagen über den Erwartungen.
Im Nasdaq 100 ist Diamondback Energy mit einem Plus von 3,1 Prozent derzeit der stärkste Titel. Ebenfalls deutlich zulegen können Take-Two Interactive, Palantir, KLA und Netflix. Unter den Gewinnern befindet sich mit einem Plus von 0,4 Prozent auch die Aktie von Alphabet. Google Cloud baut den Einsatz seines KI-Assistenten Gemini im Geschäftskundenbereich aus. Die Technologie soll künftig nicht mehr nur Antworten liefern oder Inhalte erstellen, sondern als sogenannter Agent auch eigenständig Aufgaben vorbereiten und ausführen.
Die größten Verlierer sind Coreweave mit minus 4,8 Prozent, Arm Holdings und Nebius mit jeweils minus 3,8 Prozent.
Heftige Ausschläge zeigt zudem die Aktie von Wolfspeed. Die Aktie startete mit einem Kurssprung in den Handel, nachdem der Halbleiterhersteller vom US-Verteidigungsministerium eine bedingte Zusage für einen Kredit von bis zu 1,5 Milliarden Dollar erhalten hat. Zuletzt hat das Papier aber sämtliche Gewinne wieder abgeben müssen.
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