Nach den neuen Bestmarken von S&P 500 und Nasdaq 100 am Vortag haben Anleger zur Wochenmitte zunächst Gewinne gesichert. Gegenwind kam von den gestiegenen Renditen am Anleihemarkt und den weiterhin hohen Ölpreisen. Beides verstärkte die Sorge, dass der Inflationsdruck zunimmt und die US-Notenbank ihren Zinserhöhungskurs fortsetzt.
Der Dow Jones Industrial verlor 0,7 Prozent und beendete den Handel bei 51.179,87 Punkten. Der S&P 500 gab 0,2 Prozent auf 7.801,77 Zähler ab. Der technologielastige Nasdaq 100 schloss 0,2 Prozent schwächer bei 31.160,08 Punkten.
Eine weitere Zinserhöhung der Fed bis Ende 2026 gilt unter Experten als sehr wahrscheinlich. Das am Abend veröffentlichte Protokoll der jüngsten Sitzung zeigt zudem, dass alle 19 Mitglieder die im September beschlossene Anhebung unterstützt hatten. Viele Fed-Vertreter sahen darin demnach einen notwendigen Schritt, um einem stärkeren Anstieg der Inflation entgegenzuwirken.
Unter Druck stand dementsprechend auch der Goldpreis. Eine Feinunze kostete am Abend 4.108 Dollar.
Beste Werte im Dow Jones waren Amgen, Johnson & Johnson, Amazon, Apple und Walmart mit Gewinnen von bis zu 2,6 Prozent. Deutlich unter Druck standen hingegen Caterpillar, Honeywell und Sherwin-Williams mit Verlusten von bis zu 5,8 Prozent.
Im Nasdaq 100 war die Aktie von Micron Technology das Maß der Dinge. Das Papier gewann 4,1 Prozent und ging als Top-Gewinner des Tages aus dem Handel. Eine massive Kurszielerhöhung durch D.A. Davidson auf 3.000 Dollar ließ Anleger bei der Aktie des Speicherchip-Herstellers zugreifen. Ebenfalls stark zeigten sich neben Amgen auch Intuit, Intuitive Surgical und Sandisk. Deutlich nach unten ging es bei Strategy mit einem Minus von 6,8 Prozent. Der deutlich schwächere Bitcoin belastete hier. Ein Bitcoin kostet derzeit nur noch 83.305 Dollar. Auch Nebius, CrowdStrike, Teradyne und Rocket Lab standen mit Verlusten von bis zu 5,1 Prozent ordentlich unter Druck.
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