29.12.2015 Nikolas Kessler

DAX verbucht kurz vor Jahresende deutliche Kursgewinne: RWE, E.on, Öl, Euro/Dollar und Deutsche Bank im Fokus

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DAX
Trendthema

Kurz vor Jahresschluss haben die Optimisten am deutschen Aktienmarkt das Zepter in die Hand genommen. Der DAX baute nach einem freundlichen Start seine Tagesgewinne aus und zog am frühen Dienstagnachmittag weiter an. Eine halbe Stunde vor Handelsschluss notiert das Börsenbarometer 1,55 Prozent fester bei 10.818 Punkten.

Konjunktursorgen gerieten am Dienstag wieder in den Hintergrund, nachdem die Ölpreise nach deutlichen Verlusten vom Vortag wieder moderat gestiegen waren. Zudem kamen am Dienstag erfreuliche Nachrichten aus Italien: Die Stimmung der Verbraucher hatte sich im Dezember weniger als erwartet eingetrübt. In den USA ist das Verbrauchervertrauen im Dezember derweil überraschend stark gestiegen.

RWE und E.on in der Krise – auch im neuen Jahr wenig Hoffnung auf Besserung

Auch wenn die Aktien von RWE und E.on zum Jahresende wieder etwas zulegen konnten – ein Blick auf den Jahreschart genügt, um zu erkennen: 2015 war ein hartes Jahr für die deutschen Energieversoger. Und auch für das kommende Jahr gibt es nur wenig Hoffnung auf Besserung.

Öl: Saudis stellen sich auf Niedrigpreis-Periode ein

Die niedrigen Ölpreise schlagen jetzt auch auf Saudi-Arabien durch, was sich in einem tiefroten Finanzetat widerspiegelt. Auch für das nächste Jahr erwartet das Land keinen deutlichen Preisanstieg – welche Auswirkung hat das niedrige Preisniveau auf das Börsenjahr 2016?

Deutsche-Bank-Aktie: Ein ganz seltenes Bild!

Alle Aktionäre der krisengeschüttelten Deutschen Bank dürften am Dienstag ihren Augen kaum trauen. Die Aktie gehört ausnahmsweise zu den Top-Gewinnern im DAX. Aus charttechnischer Sicht konnte das Schlimmste erst einmal abgewendet werden.

Euro/Dollar: Das bringt 2016

Das Währungspaar Euro/Dollar gerät am Nachmittag unter Druck. Ausschlaggebend dafür ist ein besser als erwartet ausgefallender Case Shiller Hauspreisindex. Diese Daten spielen eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der Fed, weil die Hauspreise die Konsumneigung der privaten Haushalte beeinflussen. Damit könnte sich der Euro wieder in Richtung Parität aufmachen.

(Mit Material von dpa-AFX)