14.01.2016 Nikolas Kessler

DAX sackt auf tiefsten Stand seit Anfang Oktober: GoPro, Royal Dutch Shell, K+S, Deutsche Bank, Lufthansa, Tesla, Volkswagen, Continental und Apple im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Konjunktursorgen haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag wieder in die Tiefe gezogen. Der DAX leidet unter dem Kursrutsch an den US-Börsen zur Wochenmitte und fiel am bis zu Mitte des Handelstages um 2,6 Prozent auf 9.688 Punkte. Damit steht er so niedrig wie zuletzt Anfang Oktober.

Analyst Dirk Gojny von der National-Bank verwies als Belastungsfaktor auf den am Mittwochabend veröffentlichten Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed. Die Aussagen der Notenbanker machten deutlich, dass es doch einige Bedenken zum weiteren wirtschaftlichen Verlauf gebe. Damit bleibe der geldpolitische Kurs der Fed unklar.

GoPro-Aktie stürzt nach schwachem Quartal ab

Der Actionkamera-Spezialist GoPro hat am Mittwochabend überraschend erste Eckdaten für das Weihnachtsquartal bekanntgegeben – und die Erwartungen der Börsianer dabei klar verfehlt. In der Folge ist die Aktie um rund 24 Prozent eingebrochen.

Royal Dutch Shell: Deutsche Bank sieht mehr als 60 Prozent Potenzial

Die Experten der Deutschen Bank haben die Aktie von Royal Dutch Shell erneut näher unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der jüngsten Studie dürfte den zuletzt arg gebeutelten Anteilseignern des britisch-niederländischen Öl- und Gasproduzenten Hoffnung machen. Denn die Analysten sehen enormes Aufwärtspotenzial.

K+S: Ein bemerkenswertes Kursziel

Bezüglich der Aktie von K+S zeigten sich die Analysten in den vergangenen Wochen und Monaten meist eher zurückhaltend. Da dürfte es für einige Anteilseigner des Düngemittel- und Salzproduzenten eine wahre Freude sein, zu sehen, was die Experten von Bernstein Research im Rahmen ihrer jüngsten Studie berechnet haben.

Deutsche Bank: Niederschmetternde Analyse

Nach einem schwachen Mittwochshandel steht die Aktie der Deutschen Bank im frühen Donnerstaghandel wieder unter Druck. Ein Grund: Société Générale hat sich äußerst kritisch über den deutschen Marktführer geäußert.

Deutsche Lufthansa: Kursziel rauf, Aktie runter

In den ersten Tagen 2016 zählte die Aktie der Deutschen Lufthansa zu den stärksten Werten im DAX. Starke Passagierzahlen und sinkende Treibstoffkosten haben bei der Kranich-Airline für gute Stimmung gesorgt. Am Donnerstag trägt der Titel vorbörslich aber die rote Laterne im deutschen Leitindex. Der Fehlstart bei Eurowings belastet.

Tesla: Elektroauto-Boom in China – Aktie schmiert trotzdem ab

Die Tesla-Aktie ist in den letzten Wochen deutlich unter die Räder gekommen. Seit Anfang Dezember verlor die Aktie fast 20 Prozent. Am Mittwoch stand ein deutliches Minus von fast vier Prozent zu Buche. Allerdings ist dieser Kursrückgang auch auf einen äußerst schwachen Gesamtmarkt zurückzuführen. Der Nasdaq, in dem Tesla gelistet ist, verlor an diesem Tag über drei Prozent.

Volkswagen: Spitzentreffen ohne Ergebnis – Aktie an wichtiger Unterstützung

In der Abgas-Krise hat ein mit Spannung erwartetes Gipfeltreffen von Volkswagen und der mächtigen US-Umweltbehörde EPA in Washington keine neuen Lösungen gebracht. "Wir wissen es zu schätzen, dass sich die Vorsitzende der EPA, Gina McCarthy, die Zeit für einen Treffen mit uns genommen hat", teilte VW im Anschluss an dem Termin von VW-Konzernchef Matthias Müller und VW-Markenchef Herbert Diess mit.

Continental-Aktie: Die Entscheidung naht

Nach den Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Lage bei der Continental-Aktie nicht entscheidend verändert. Nach wie vor kämpft der DAX-Titel mit der 200-Euro-Marke. Dort verläuft die untere Begrenzung des seit rund einem Jahr intakten Seitwärtskorridors.

K+S: Einziger DAX-Gewinner – Börsengang der US-Tochter möglich

Mit Ausnahme von K+S notieren bislang alle DAX-Titel im Minus. Dazu trägt ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über einen möglichen Börsengang der US-Tochter Morton Salt bei. Morton Salt soll dabei nur teilweise und in den USA auf das Parkett kommen.

Apple: Kommt der Übernahme-Hammer?

Apple schwimmt im Geld. Die Geldreserven sind laut Bloomberg inzwischen auf 206 Milliarden Dollar gestiegen. Somit könnten sich die Kalifornier rein rechnerisch fast jedes Unternehmen der Welt leisten.

(Mit Material von dpa-AFX)