11.02.2013 Jochen Kauper

DAX dreht ins Plus: Apple, Bilfinger, Commerzbank, Bilfinger, NovoNordisk, ThyssenKrupp und Kontron im Blick

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DAX
Trendthema

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Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Rosenmontag bei mageren Umsätzen in die Gewinnzone vorgearbeitet. Interessant könnte am Nachmittag das Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel werden. Einmal mehr stehen die Finanzhilfen für Griechenland und Zypern auf der Agenda.

Apple: Kommt die Computer

Die Apple-Aktie nimmt wieder Fahrt auf - in den vergangenen Tagen konnte der Titel deutlich zulegen. Aus charttechnischer Sicht wird es ab etwa 370 Euro sehr dünn - schließlich ist der kurzfristige Abwärtstrend noch voll intakt. Die Anleger scheint zurzeit aber vielmehr ein neues Produkt zu interessieren. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge arbeitet Apple an einer Computer-Uhr, die einige Funktionen eines Smartphones übernehmen könnte. Die Kalifornier hätten ein solches Gerät bereits mit ihrem Produktionspartner Foxconn besprochen. Der iPhone-Hersteller experimentiere mit verschiedenen Design-Varianten, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Bilfinger mit guten Zahlen

Bilfinger übertraf beim Umsatz und beim Überschuss die Markterwartungen. Auch der Dividendenvorschlag überraschte positiv.

Novo Nordisk stürzt ab

Rückschlag für den dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk. Das Diabetes-Medikament Tresiba wird in den USA erst einmal wegen möglicher Gefahren für das Herz- und Kreislaufsystem nicht zugelassen. Die Arzneimittelbehörde FDA forderte von den Dänen weitere Daten an. Diese könnten allerdings nicht mehr in diesem Jahr zur Verfügung gestellt werden, teilte das Unternehmen am Sonntagabend in Bagsvaerd mit.

ThyssenKrupp-Aktie gesucht

Die Titel von ThyssenKrupp reagierten bei Lang&Schwarz positiv auf einen Bericht über das Bieterverfahren für die US-Stahlwerke. Angeblich schmieden einige Interessenten Bündnisse. Der japanische Stahlkocher JFE Steel und der Konkurrent United States Steel wollen eine gemeinsame Offerte vorlegen. Nach Ansicht des Börsianers könnte aber vor allem der als Fristende genannte 28. Februar positiv gesehen werden, da somit die Hoffnung auf einen zügigen Abschluss zunehme.

Kontron: Aktie bricht ein

Ein überraschend hoher operativer Verlust hat die Titel von Kontron am Montag stark belastet. Die Papiere des Minicomputer-Herstellers sackten am Vormittag um rund vier Prozent ab. Kurz nach Handelsbeginn waren sie sogar um mehr als acht Prozent eingebrochen. Kontron war im vergangenen Jahr wegen Firmenwertabschreibungen und anhaltendem Margendruck operativ tief in die Verlustzone gerutscht. Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner meinte, der operative Verlust von rund 32 Millionen Euro sei erst einmal bei einigen Investoren schlecht angekommen.

Commerzbank: Aufgepasst

Endlich wieder einmal gute Nachrichten für die Anteilseigner der Commerzbank: Die polnische Tochtergesellschaft BRE Bank hat mit ihren Zahlen für das vierte Quartal die Markterwartungen übertroffen.