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Commerzbank: Hiobsbotschaft! Na und?!

Commerzbank: Hiobsbotschaft! Na und?!
Foto: Börsenmedien AG
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24.02.2015, 18:30 ‧ Maximilian Steppan
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Mit einem Plus von einem knappen Prozent ging die Commerzbank-Aktie aus dem Handel. Nach Börsenschluss folgte allerdings eine negative Meldung. Laut Angaben von "Süddeutscher Zeitung" (SZ), NDR und MDR durchsuchten Strafverfolger und Fahnder am Dienstag unter anderem die Zentrale des DAX-Konzerns in Frankfurt.

Mitarbeiter der Luxemburger Tochter der Comnmerzbank stehen demnach im Verdacht, in großem Stil Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet zu haben. Ein Commerzbank-Sprecher erklärte auf Nachfrage, die Bank habe "Interesse an einer schnellen umfassenden Aufklärung und unterstützt selbstverständlich die Behörden aktiv und in vollem Umfang". Das Ermittlungsverfahren beziehe sich auf Altfälle, die zehn Jahre und länger zurücklägen. Die Fälle würden auch unternehmensintern aufgearbeitet. Der Steuerstatus sämtlicher Kunden in Luxemburg müsse geklärt sein. Der Sprecher betonte: "Die Commerzbank lehnt Geschäftsbeziehungen zu Kunden, deren Steuerstatus nicht geklärt ist, grundsätzlich ab."

An der Aktion gegen mutmaßliche Steuerbetrüger und deren mutmaßliche Luxemburger Helfer beteiligten sich laut "SZ" über 150 Staatsanwälte, Steuerfahnder und Kriminalbeamte. Schwerpunkte der Durchsuchungen seien das Rheinland, Hessen und Rheinland-Pfalz gewesen.

Es gehe um fragwürdige "Offshore"-Geschäfte: Luxemburger Banken, Vermögensverwalter und Anwälte sollen mehreren tausend Klienten aus aller Welt geholfen haben, Vermögen in Briefkastenfirmen in Übersee vor dem Fiskus zu verstecken. Grundlage des Verfahrens ist dem Bericht zufolge ein Datensatz, den die nordrhein-westfälischen Finanzbehörden vor einiger Zeit gekauft hatten.

Verbessertes Chartbild

Anleger sollten sich von diesem negativem Bericht nicht verrückt machen lassen, sondern lieber das Chartbild näher betrachten. Denn das Papier ist aus dem Abwärtrend ausgebrochen. Noch wichtiger: Schon vor ein paar Tagen wurde die 200-Tage-Linie von unten nach oben durchkreuzt und damit ein Kaufsignal generiert.

Mittelfristig Potenzial bis 14 Euro

Das kurzfristige Kursziel des AKTIONÄR für die Aktie der zweitgrößten Bank Deutschlands von 12,30 Euro ist fast erreicht. Mittelfristig hat die Commerzbank allerdings Potenzial bis 14 Euro, der Stopp sollte bei 9,80 Euro platziert werden.

(mit Material von dpa-AFX)

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