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UniCredit, EZB, Bund: Die entscheidenden Faktoren der Commerzbank‑Übernahme

UniCredit, EZB, Bund: Die entscheidenden Faktoren der Commerzbank‑Übernahme
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Commerzbank AG -%
Fabian Strebin Heute, 10:22 Fabian Strebin

Heute endet die verlängerte Angebotsfrist für das Umtauschangebot bei der Commerzbank. Kommende Woche, am 8. Juli, will die UniCredit über die Höhe der ihr insgesamt angedienten Aktien informieren. Bankanalyst Dieter Hein hat eine klare Meinung dazu, wie es nun weitergeht.

Das Wichtigste kurz und knapp

• Die verlängerte Angebotsfrist für das Umtauschangebot bei der Commerzbank endet heute.
• UniCredit hält bereits mehr als 40 Prozent an der Bank, will aber offenbar noch keine Vollkonsolidierung. 
• Bankanalyst Dieter Hein erwartet, dass UniCredit weiter taktisch vorgeht und der Bund seine Anteile am Ende verkauft.

Die Spannung steigt vor der Bekanntgabe der Angebotsquote am kommenden Mittwoch. Klar ist schon aufgrund der Daten aus der regulären Angebotsfrist, dass die UniCredit über 40 Prozent an Deutschlands zweitgrößtem Geldhaus hält. Bankexperte Hein von fairesearch spricht gegenüber der Frankfurter Rundschau davon, dass die Übernahme noch nicht vollständig durch sei.

Die UniCredit wollte zum jetzigen Zeitpunkt scheinbar noch keine Mehrheit. Auch wenn die Italiener bei einer Hauptversammlung „sehr wahrscheinlich die nötige Mehrheit“ hätten, um Vorstand und Aufsichtsrat auszutauschen, hätten sie ihre Stimmrechte auch in den letzten beiden Jahren nicht genutzt. Ebenso wie das unattraktive Übernahmeangebot an die Aktionäre habe das Gründe.

Laut Hein liegt das daran, dass man dann durch die EZB zu einer Vollkonsolidierung der Commerzbank in der eigenen Bilanz gezwungen werden könne. Das hätte aber Folgen für die UniCredit: „Die Ziele der UniCredit kämen in Gefahr. Ihre Rentabilität und ihre Eigenkapitalquote würden erst einmal deutlich sinken. Das sehen Investoren nicht so gerne. Deswegen will die UniCredit Stand heute die Commerzbank noch nicht konsolidieren“, so Hein zur Frankfurter Rundschau.

Am Ende werde zudem der Bund seine Anteile verkaufen, trotz anderslautender Äußerungen in der Vergangenheit. Das Wirtschaftsministerium könne zwar die Übernahme untersagen, aber damit rechnet Hein nicht.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Der Übernahme-Marathon geht nun in die nächste Phase über. Die UniCredit könnte weiter taktieren, um eine Vollkonsolidierung der Commerzbank-Beteiligung zu vermeiden. Investierte Anleger geben weiter kein Stück aus der Hand.

FAQs zur Commerzbank

Was macht die Commerzbank?

Die Commerzbank ist eine der führenden Banken in Deutschland. Sie betreut Privatkunden, Firmenkunden und institutionelle Investoren. Nach der Deutschen Bank ist die Commerzbank die zweitgrößte börsengelistete Bank Deutschlands.

Ist die Commerzbank-Aktie im DAX gelistet?

Ja, die Commerzbank-Aktie ist im DAX gelistet und zählt damit zu den wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland.

Zahlt die Commerzbank eine Dividende?
Ja, die Commerzbank zahlt grundsätzlich eine Dividende. Die Höhe hängt von der Geschäftsentwicklung, der Kapitalausstattung und den Beschlüssen von Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung ab. In den vergangenen Jahren wurde sie mehrfach kräftig erhöht. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden 1,10 Euro je Aktie gezahlt.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

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