7 Aktien – 7 Top-Chancen auf eine Gegenbewegung
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27.05.2021 Andreas Deutsch

Bitcoin-Irrsinn: „Wenn Sie das hier sehen, kaufen Sie!“

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Bitcoin

Bei Kryptowährungen kommt es weiter zu extremen Kursschwankungen. Nach dem Kursplus vom Mittwoch verliert der Bitcoin am frühen Donnerstag drei Prozent auf 38.102 Dollar. Die Kryptoplattform Luno hat in Großbritannien eine witzige Werbeaktion für den Bitcoin durchgeführt – und dafür Ärger bekommen.

Die (etwas) älteren Leser werden sich erinnern: Vor über 20 Jahren machten Manfred Krug und Thomas Gottschalk mächtig Werbung für die Börsengänge von Deutscher Telekom und Deutscher Post. Mit Erfolg: Die Deutschen rissen sich um die Aktien. Selbst der dritte Börsengang fast auf dem Rekordhoch der T-Aktie war 3,5-fach überzeichnet.

2021 läuft die Sache mit Werbung in Sachen Investments anders. Die britische Krypto-Handelsplattform Luno hat Probleme mit der Advertising Standards Authority (ASA) bekommen. Luno hatte – gar nicht mal besonders aggressiv – auf Bussen und in der U-Bahn für Kryptogeld geworben. Dort stand: „Wenn Sie Bitcoin in der U-Bahn (oder auf dem Bus) sehen, ist es Zeit zu kaufen“.

Laut der Werbeaufsichtsbehörde sei die Werbung „unverantwortlich und irreführend“. Sie weise nicht ausreichend auf die Risiken hin. Luno müsse darauf hinweisen, dass der Bitcoin-Markt unreguliert sei.

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Luno hat zugestimmt, die Anzeigen in ihrer jetzigen Form nicht mehr zu verbreiten. Zukünftige Anzeigen sollen mit einem entsprechenden Warnhinweis ausgestattet, so ASA.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Ob mit oder ohne Warnhinweis: Bitcoin ist Politik und Regulierern ein Dorn im Auge. In China schon länger, im Iran, in der Türkei, in Indien, in der Eurozone, in den USA und in Großbritannien. Dieser Widerstand drückt genauso auf die Stimmung wie die Unberechenbarkeit von Elon Musk und seiner Lust daran, den Bitcoin-Kurs mal hoch, mal runter zu katapultieren. Keine Frage: Bitcoin ist ein innovatives Asset, das prinzipiell vor einer aussichtsreichen Zukunft steht. Doch kurzfristig ist ein Ende der heftigen Volatilität nicht in Sicht.

Hinweis auf Interessenkonflikt:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.
Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

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