26.04.2019 Michel Doepke

Wasserstoff-Kracher Nel: Nächster Auftrag – doch die Sache hat einen Haken...

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Nel ASA
Trendthema

Nel partizipiert an einem weiteren hochspannenden Projekt in Schweden, bei dem die erste nahezu emissionsfreie Eisen- und Stahlproduktion auf die Beine gestellt werden soll. Der Wasserstoff-Pure-Player wird einen Elektrolyseur mit einer Leistung von 4,5 Megawatt an das Joint Venture mit dem Namen Hybrit Development liefern – dem gehören Vattenfall, SSAB und LKAB an. Doch die Meldung hat einen kleinen Beigeschmack.

Unternehmen hüllen sich in Schweigen

Denn welchen Gegenwert der Auftrag für Nel hat, teilten die Unternehmen nicht mit. Dennoch handelt es sich um ein hochinteressantes Pilot-Projekt. Dass Nel einmal mehr für die Lieferung eines Elektrolyseurs beauftragt wird, spricht für die Technologie der Norweger. Klar ist auch: Nel, Vattenfall und Co werden einen langen Atem brauchen, um die Pilot-Phase abzuschließen.

Quelle: Hybrit Development

Das Potenzial für Wasserstoff-Anwendungen in der Eisen- und Stahl-Produktion ist enorm. Das Hybrit Project rechnet mit einer steigenden Nachfrage. In Zeiten von Grenzwerten und Emissionsgrenzen wird also eine nachhaltige, umweltschonendere Stahl-Produktion an Bedeutung gewinnen.

Quelle: Hybrit Development

Nicht nur in der Stahl-Industrie dürfte Wasserstoff in Zukunft geschätzt werden. Auch bei einer "grünen" Düngemittelproduktion könnten mit Technologien aus dem Hause Nel Emissionseinsparungen erzielt werden. An dieser Stelle sei das Projekt mit Yara zu nennen.

An der aktuellen AKTIONÄR-Einschätzung für die Nel-Aktie ändert sich nichts. Die Aktie konsolidiert unverändert auf einem hohen Niveau – aus charttechnischer Sicht absolut gesund. Investierte Anleger bleiben dabei, der Stopp wird zur Gewinnabsicherung (Erstempfehlung in AKTIONÄR-Ausgabe 50/2017 zu 0,34 Euro) auf 0,47 Euro angehoben.