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01.07.2021 Michael Schröder

Villeroy & Boch: Der Boom geht weiter – Jahresprognose angehoben – Analyst sieht 75% Kurspotenzial

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Villeroy & Boch Vz.

Nach guten Geschäften im ersten Halbjahr hat der Keramikhersteller Villeroy & Boch seine Jahresprognose für 2021 erneut deutlich angehoben. Der coronabedingte Trend zur Renovierung und Neuausstattung des Eigenheims spielt der Gesellschaft weiter in die Karten. Zudem machen sich die erfolgreich umgesetzten Strukturmaßnahmen positiv bemerkbar.

Angesichts der weiterhin sehr positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr hebt der Vorstand der Villeroy & Boch AG die Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr an. Er erwartet nun eine Steigerung des Konzernumsatzes auf 885 Millionen Euro (bisher: fünf bis zehn Prozent über dem Vorjahreswert von 800 Millionen Euro) sowie einen Anstieg des operativen Gewinns von rund 50 Millionen Euro im Vorjahr auf über 75 Millionen Euro (bisher: deutlich überproportionaler Anstieg).

Villeroy & Boch Vz. (WKN: 765723)

Die Erhöhung der Ergebnisprognose beruht auf der höheren Umsatzerwartung und auf erfolgreich umgesetzten Strukturmaßnahmen wie dem im letzten Jahr begonnenen Transformations- und Effizienzprogramm. Bereits im April hatte der Hersteller von Badarmaturen und Kücheneinrichtungen von einer erheblichen Nachfrage nach seinen Produkten gesprochen und die Prognosen angehoben. „Wir profitieren derzeit verstärkt vom Trend der Renovierung und Neuausstattung des Zuhauses", so Vorstand Frank Göring damals. Apropos Göring: Der Vorstand hat laut Mitteilung erst am 15. Juni Villeroy & Boch-Aktien im Wert von 22.187,50 Euro im Schnitt zu 17,75 Euro je Aktie gekauft.

Mit der aktuellen Meldung steigt die Aktie auf ein Mehrjahreshoch bei über 19 Euro. Als nächstes Ziel wartet das Allzeithoch vom 20. Juni 2017 bei 20,75 Euro. Analyst Ralf Marinoni von der Qurin Privatbank hat die Aktie bereits vor dieser Prognoseerhöhung mit Ziel 34 Euro zum Kauf empfohlen. Mit einem 2022er-KGV von 12 ist die Aktie noch immer günstig bewertet. Risikobewusste Anleger können auf eine Trendfortsetzung und neue Rekordstände spekulieren.