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01.08.2016 Nikolas Kessler

UniCredit-Aktie stürzt nach Stesstest-Ergebnissen ab

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Nach einem freundlichen Handelsstart ist die Aktie von UniCredit am Montagvormittag deutlich eingebrochen. Zeitweise ist das Papier an der Börse in Mailand sogar vom Handel ausgesetzt worden.

Im Krisenfall würde die harte Kernkapitalquote der UniCredit bis auf 7,1 Prozent absacken, so die Berechnung von EBA und EZB im diesjährigen Bankenstresstest. Damit schrammte das Institut nur haarscharf an der 7-Prozent-Marke vorbei, die im Vorfeld als kritische Marke definiert worden war. Lediglich die spanische Banco Popolar (7,0 Prozent), die österreichische Raiffeisen (6,1 Prozent) sowie Schlusslicht Banca Monte dei Paschi di Siena (-2,2 Prozent) schnitten noch schlechter ab.

Das Stresstestergebnis verdeutliche, wie dringend UniCredit ihren Kapitalpuffer aufstocken muss, so ein Analyst gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Durch den Verkauf von Beteiligungen versucht der neue UniCredit-Chef Jean-Pierre Mustier, die Kapitaldecke zu stärken. Auch die Wahrscheinlichkeit einer Kapitalerhöhung ist nach dem Stesstest noch einmal gestiegen.

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Aktie unter Druck

Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse am Freitagabend um 22 Uhr war die UniCredit-Aktie am Montag zunächst etwas freundlicher in den Handel gegangen. Im Laufe des Vormittags kippte die Stimmung jedoch und das Papier ist in der Spitze um 7,5 Prozent eingebrochen. Denn auch wenn der Supergau ausgeblieben ist – an der katastrophalen Lage der Bank hat sich erst einmal nichts geändert. Entsprechend sollten Anleger weiterhin an der Seitenlinie bleiben.


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