07.02.2020 Pierre Kiren

Umicore: Die Zahlen sind da – für die Zukunft bestens gerüstet

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Umicore
Trendthema

Das belgische Recycling-Unternehmen hat Zahlen für 2019 präsentiert. Alles in allem sind diese positiv ausgefallen. Gewinnmitnahmen drücken den Kurs im ersten Moment trotzdem nach unten, doch die Aussichten stimmen.

Die Umsätze legten um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 3,4 Milliarden Euro (Schätzung: 3,35 Milliarden Euro) zu. Das EBIT fiel um ein Prozent auf 509 Millionen Euro (Schätzung: 487 Millionen Euro). Einen Rückgang musste Umicore beim Gewinn pro Aktie ausweisen. Dieser sank um fünf Prozent auf 1,30 Euro (Schätzung: 1,28 Euro). Insgesamt konnten die Erwartungen damit leicht übertroffen werden.

Quelle: Umicore

So setzt sich das Geschäftsmodell zusammen

Umicore berichtet in drei Segmenten: Recycling, Katalysatoren und Energy & Surface Technologies. Das Besondere: Der Recycling-Spezialist von Edel- und Sondermetallen konnte in den vergangenen Jahren sukzessive den Energie-Bereich aufbauen und die Abhängigkeit vom Recycling-Segment reduzieren.

Zum Energie-Bereich zählt das Recycling von wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien. Diese kommen vor allem bei Hybrid- und Elektroautos zum Einsatz, aber auch in Smartphones und anderen tragbaren Elektronikgeräten. Hier kann in Zukunft wieder stärkeres Wachstum erwartet werden. Die stetige Elektrifizierung von Fahrzeugen dürfte dem belgischen Unternehmen daher in die Karten spielen.

Quelle: Umicore

Zudem können Umicore-Anleger eine Dividende erwarten. Nach einer Zwischendividende von 0,375 Euro in 2019, soll eine Schlussdividende von weiteren 0,375 Euro pro Aktie in 2020 ausgeschüttet werden.

Aktuell notiert die Aktie nach der Veröffentlichung der Zahlen deutlich im Minus. Die Gewinnmitnahmen sind angesichts der jüngsten Rallye nachvollziehbar. Mit einem KGV von 30 ist der Wert ohnehin nicht mehr günstig. Aufgrund des nachhaltigen Geschäftsmodells mit dem Recycling von Batterien aus Elektro- und Hybridfahrzeugen sind jedoch langfristig höhere Umsätze und Gewinne denkbar. DER AKTIONÄR bleibt daher für den Schlag-den-Buffett-Wert langfristig positiv gestimmt. Kursrücksetzer können für den Neueinstieg genutzt werden. Investierte Anleger bleiben dabei.