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23.11.2017 Benedikt Kaufmann

Überraschung: Apple liefert Einblick in Selbstfahrer-Technologie

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Apple lässt erstmals Einblicke in sein Selbstfahrer-Projekt zu. Die neue Lidar-Technologie hat Vorteile gegenüber der Konkurrenz – dennoch ist Apple in Sachen Autonomes Auto noch am Anfang.

In einem auf arXiv veröffentlichten Paper, stellen zwei Apple-Forscher ein neues Lidar-System (Abkürzung für engl. light detection and ranging) namens VoxelNet vor. Im Gegensatz zur Konkurrenz, die auf eine Kombination von Lidar und Kamera setzt, soll die Apple-Lösung nur mit einem Lidar auskommen.

Ein Lidar-Sensor dient dabei ähnlich wie ein Radar der optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung. Statt der Radiowellen werden jedoch Laserstrahlen verwendet. Dank der auf das Fahrzeug montierten Sensoren kann ein 360 Grad Rundumblick erzeugt werden. Die mehrfach pro Sekunde von Objekten zurückreflektierten Laserstrahlen liefern dabei ein dreidimensionales wolkenähnliches Bild.

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Mithilfe von Deep Learning-Algorithmen werden die unterschiedlichen „Wölkchen“ dann einer bestimmten Art von Objekt zugeordnet. Die Konkurrenz setzt hierfür einen durch KI-Prozesse optimierten Bildabgleich der Kamera ein. Auf den ersten Blick ermöglicht VoxelNet damit das gleiche Ergebnis mit weniger Hardware.

Im Vergleich zur Konkurrenz dürfte Apple jedoch noch am Anfang der Entwicklung von Selbstfahrer-Technologie stehen. Erst im April erhielt der iKonzern die Zulassung für Testfahrten auf den Straßen Kaliforniens – noch sitzen Fahrer hinter den Lenkrädern. Google hingegen übt sich dagegen bereits in komplett autonomen Fahrten.

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Der breite Durchbruch des autonomen Autos wird von zahlreichen Experten erst 2030 erwartet – auch wenn 2020 bereits erste Exemplare zur Marktreife gelangen. Dann könnte laut Statista die Hardware für autonomes Fahren 30 Milliarden Dollar erlösen – Software bis zu 20 Milliarden Dollar. Genügend Zeit für Apple den technologischen Fortschritt der Konkurrenz aufzuholen und sich ebenfalls ein Stück vom Kuchen zu sichern.

Autonome Fahrzeuge bleiben damit eine langfristige Kursphantasie für Apple-Anleger. Aktuelle Kurstreiber sind der neue Superzyklus des iPhones und Wearables wie die Apple Watch. Für Anleger heißt es: Gewinne laufen lassen.

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