07.02.2019 Martin Weiß

Twitter: Aktie stürzt nach Q4-Zahlen 10% ab

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DAX
Trendthema

Die Hoffnungen auf eine dauerhafte Trendwende bei Twitter haben am Donnerstag einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Der Kurznachrichtendienst enttäuschte vor allem beim Ausblick für Q1. Sorgen bereitet den Anlegern aber insbesondere eine Entwicklung. 

Die Zahlen von Twitter für Q4 im Überblick (Prognosen):

Umsatz: 909 Mio. Dollar (868 Mio. $)

EPS: 0,31 Dollar (0,25) 

Monatlich aktive Nutzer (MAU): 321 Millionen (321 Mio.)

Die Aktie stürzte nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse vorbörslich ab und notiert aktuell bei 31,90 Dollar 6,4 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag. In der Spitze betrug der Abschlag rund 10 Prozent. 

Die Enttäuschung der Anleger sitzt tief, kündigte Twitter-Boss Jack Dorsey für die laufende Periode nicht nur Umsätze lediglich im Rahmen der Erwartungen (715-775 Mio. Dollar) an, sondern auch deutlich steigende Ausgaben. Die Kosten sollen gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent zulegen. 

Was dem Markt besonders aufstößt ist jedoch die Mitteilung, dass Twitter zukünftig auf die Veröffentlichung der Nutzerzahlen pro Monat (MAU) verzichtet und stattdessen auf die täglichen Nutzerzahlen (DAU) umschwenkt. 

Die Maßnahme mag aus Unternehmenssicht sinnvoll sein, besitzt jedoch einen faden Beigeschmack, da die zuletzt gemeldeten 321 Millionen MAU deutlich unter denen des Vorjahres (330 Millionen) lagen. So entsteht der Eindruck, Dorsey wolle rückläufige Nutzerzahlen durch neue Kennzahlen verschleiern. Das gilt umso mehr, da Twitter zukünftig nur noch diejenigen täglich aktiven Nutzer beziffert, die zur Monetarisierung der Plattform beitragen.

Fazit: Die Q4-Zahlen von Twitter enttäuschen, selbst wenn der Konzern zum achten Mal in Folge höhere Nutzerzahlen (DAUs) gemeldet hat. Die Umstellung bei der Veröffentlichung bestimmter Kennziffern schafft zumindest kurzfristig zusätrzliche Unsicherheit. Chartteschnisch hat die Veröffentlichung zwar keinen großen Schaden angerichtet. Ein schneller Ausbruch über die Widerstandsmarke bei 37 Dollar ist aber erst einmal ad acta gelegt. 

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