19.11.2018 DER AKTIONÄR

Tesla: Verkaufsstart des Model 3 in China

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Für umgerechnet 1153 Dollar können Tesla-Fans in China ab sofort das Model 3 auf der Webseite des Autoherstellers vorbestellen. Elon Musk macht allerdings nur vage Aussagen über ein mögliches Lieferdatum. Auch charttechnisch bleibt die Aktie spannend. Zum Handelsstart in den USA legt die Aktie um 1,2 Prozent zu.

Wie der Tesla-Webseite zu entnehmen ist, können für 8 000 Yuan (umgerechnet 1153 Dollar) ab sofort Vorbestellungen für die Modell 3 Limousine in China aufgegeben werden. Auf Nachfrage eines Twitter-Nutzers kündigte Elon Musk die Auslieferungen wahrscheinlich für März, spätestens aber April an. Das Konfigurationsangebot ist in China, im Vergleich mit den USA, allerdings leicht eingeschränkt. Ob die günstigere Variante mit geringerer Reichweite verfügbar sein wird, ist bislang nicht bekannt.

China gilt als der größte Markt für Elektroautos und Experten prognostizieren einen enormen Anstieg der Tesla-Verkaufszahlen, da die Regierung ein Ziel von 100 Prozent Elektroautos für 2030 ausgegeben hat. Aus diesem Grund hat Tesla bereits im Juli einen Vertrag über den Bau der ersten Tesla-Produktionsstätte außerhalb der USA mit der Kommunalregierung in Shanghai geschlossen. Der Aufbau des Werkes soll nun deutlich beschleunigt werden, um Zölle und hohe Frachtkosten zu umgehen.

Seit letzter Woche können auch deutsche bzw. europäische Tesla-Interessierte das Model 3 in den wenigen Tesla-Stores bewundern. Und es wird auch beim Bestaunen bleiben, denn Probefahrten sind vorerst nicht möglich. Auch bei Informationen rund um Preis und offiziellen Auslieferungsdatum in Deutschland, hält sich der US-Autobauer weiter bedeckt. In früheren Ankündigungen wurde das erste Halbjahr 2019 als Auslieferungsstart benannt.

Charttechnisch top

Bei Betrachtung des Chartbildes der letzten Wochen kommt bei Tesla-Anlegern Freude auf. Seit dem Tief Mitte Oktober konnte die Aktie um über 43 Prozent zulegen. Auch der wichtige Widerstand bei 350 Dollar wurde Ende letzter Woche überwunden. Spannend bleibt, ob die Marke langfristig hält. DER AKTIONÄR rät vorerst an der Seitenlinie abzuwarten.