Elon Musk macht ernst: Tesla und SpaceX prüfen einen Zusammenschluss, der Börsengeschichte schreiben könnte. Laut Bloomberg soll die Ankündigung im ersten Halbjahr 2027 erfolgen. Zusammen bringen die beiden Konzerne rund 3,70 Billionen Dollar Börsenwert auf die Waage. Doch während Musk für die Fusion wirbt, müssen vor allem die Tesla-Aktionäre überzeugt werden.
Musk bezeichnete einen Zusammenschluss in der Nacht zum Mittwoch auf der Telefonkonferenz von SpaceX als gute Idee. Beide Unternehmen haben inzwischen Sonderausschüsse gebildet, die mögliche Optionen prüfen. Laut Bloomberg soll die Transaktion noch während der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump abgeschlossen werden. Beschlossen ist bislang allerdings nichts.
Die wirtschaftliche Ausgangslage ist günstig. SpaceX steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 161 Prozent auf 14,60 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie erreichte 35 Cent und lag damit deutlich über den erwarteten 14 Cent. Die SpaceX-Aktie legte am Mittwoch um 7,79 Prozent auf 159,31 Dollar zu. Ein hoher Aktienkurs könnte bei einem Aktientausch helfen, da SpaceX damit eine wertvolle Währung für die Transaktion hätte.
Die größere Hürde liegt bei Tesla. Musk kontrolliert bei SpaceX rund 82 Prozent der Stimmrechte, bei Tesla hält er etwa 20 Prozent. Er selbst erklärte, wegen seiner persönlichen Interessen befangen zu sein und sich aus den Gesprächen herauszuhalten. Nach einer von Yahoo Finance zitierten Berechnung könnte sein Stimmrechtsanteil im fusionierten Konzern auf rund 56 Prozent steigen. Die freien Tesla-Aktionäre dürften deshalb genau auf die Bewertung und die Konditionen eines möglichen Zusammenschlusses achten.
Tesla-Aktie: Was bedeutet die Fusion für Anleger?
Ein gemeinsamer Konzern würde zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle verbinden. Tesla bringt Elektroautos, Energiespeicher und autonomes Fahren ein. SpaceX verfügt mit Raketenstarts, Starlink und dem wachsenden KI-Geschäft über weitere Standbeine. Für Tesla könnte insbesondere der Zugang zu Satellitenkommunikation und leistungsfähiger KI-Infrastruktur neue Möglichkeiten eröffnen.
Doch die Risiken sind erheblich. Eine Fusion könnte die strategische Ausrichtung von Tesla verändern. Anleger würden nicht mehr ausschließlich auf den Elektroautohersteller setzen, sondern zugleich auf Raumfahrt, Satelliten und KI-Rechenzentren. Entscheidend ist, zu welchem Umtauschverhältnis die Unternehmen zusammengeführt würden und wie die Interessen der bisherigen Tesla-Aktionäre berücksichtigt werden.
Die Fusion von Tesla und SpaceX wäre gigantisch und würde in die Geschichtsbücher eingehen. DER AKTIONÄR rät sowohl bei Tesla als auch bei SpaceX zum Kauf und würde ein Fusion begrüßen. Der Markt rechnet zu rund 70 Prozent damit, dass der Deal glückt.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
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