22.10.2014 Stefan Limmer

Stratec Biomedical auf Wachstumspfad: Aktie mit hoher Relativer Stärke – geht da noch mehr?

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DAX

Der Laborzulieferer Stratec Biomedical glänzte im abgelaufenen Quartal mit zweistelligen Zuwachsraten. Der Umsatz stieg im Zeitraum Juli bis Ende September um fast 18 Prozent auf 36,2 Millionen Euro. Für das restliche Geschäftsjahr ist das Management noch zuversichtlicher. Auch die Analysten sind voll des Lobes.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 47 Prozent auf 6,77 Millionen Euro zu, teilte das Unternehmen weiter mit. Unter dem Strich schnellte der Gewinn um fast 44 Prozent auf 5,2 Millionen Euro nach oben. Wesentliche Wachstumstreiber waren neben neueren Systeme und den gut nachgefragten etablierten Analysesystemen ein florierendes Serviceteilegeschäft. Zu den Kunden des TecDAX-Konzerns zählen Weltkonzerne wie Siemens und Abbott Laboratories.

Optimistischer Ausblick

"Wir erwarten für das letzte Quartal des laufenden Jahres einen anhaltend erfreulichen Verlauf mit weiter zunehmenden Entwicklungsleistungen und einer positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung", so Stratec Biomedical. Für das Gesamtjahr werden unverändert im Vergleich zu 2013 ein deutlich steigender Umsatz und nun eine deutlich steigende EBIT-Marge erwartet. Zum Halbjahr war bei der Marge noch von einer leichten Steigung die Rede.

Daumen hoch

Die guten Ergebnisse haben auch die Analysten überrascht. Die Commerzbank sprach von einem exzellenten Quartal. Der Laborzulieferer habe im dritten Quartal seine und die Konsensschätzungen übertroffen, schrieb Analyst Oswald Metzger in einer Studie vom Mittwoch. Die DZ Bank hob die angehobene Prognose für die Marge als besonders positiv hervor. 

Relative Stärke par excellence

Die Papiere von Stratec Biomedical reagierten mit einem Kurssprung auf die guten Nachrichten und zählen am Mittwoch zu den Top-Gewinnern im TecDAX. Das turbulente Marktumfeld überstand die Stratec-Aktie relativ unbeschadet und so ist der Wert einer der wenigen auf dem deutschen Kurszettel, der in Schlagdistanz zum Jahreshoch notiert. Gelingt der Ausbruch, dürfte sich der Aufwärtstrend fortsetzen. Anleger schlagen zu und sichern die Position mit einem Stopp knapp unter der 36-Euro-Marke ab.

(mit Material von dpa-AFX)

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