SpaceX‑Hammer: Senatorin Warren will das IPO verschieben

SpaceX‑Hammer: Senatorin Warren will das IPO verschieben
Foto: SpaceX/UPI Photo/picture alliance
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Jan-Paul Fóri Heute, 15:40 Jan-Paul Fóri

Paukenschlag am Mittwoch: US-Senatorin Elizabeth Warren hat die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC laut Medienberichten aufgefordert, den Börsengang von SpaceX zu verschieben. Droht nun doch noch die Absage des größten Börsengangs aller Zeiten? DER AKTIONÄR ordnet die Lage ein.

• In einem Schreiben an die SEC fordert US-Senatorin Elizabeth Warren einen Stopp des beschleunigten IPOs von SpaceX.
• DER AKTIONÄR rechnet nicht mit einer Verschiebung des IPOs.
• Die Senatorin fordert die SEC auf, bis zum 23. Juni Stellung zu ihrem Schreiben zu beziehen.

Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren hat sich laut Reuters in einem Schreiben an SEC-Chef Paul Atkins gegen eine schnelle Zulassung des mit Spannung erwarteten SpaceX-Börsengangs ausgesprochen. Die Politikerin fordert die US-Börsenaufsicht auf, den IPO erst dann zu genehmigen, wenn offene Fragen zur Unternehmensführung, Rechnungslegung und zum Anlegerschutz geklärt sind.

In ihrem Brief äußert Warren Bedenken hinsichtlich der Finanzberichterstattung und der Governance-Strukturen des von Elon Musk geführten Raumfahrtkonzerns. Die SEC dürfe die Registrierung von SpaceX nicht beschleunigt wirksam werden lassen, ohne die Finanzberichte, die Unternehmensstruktur und mögliche Auswirkungen auf Privatanleger eingehend zu prüfen, schrieb die Senatorin. Eine Antwort der Behörde verlangt Warren bis zum 23. Juni.

Keine Auswirkungen erwartet

Die Intervention kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Vorbereitungen für den Börsengang auf Hochtouren laufen. Dennoch sollten Anleger die Bedeutung des Vorstoßes nicht überschätzen. Warren gehört seit Jahren zu den schärfsten Kritikern großer Technologieunternehmen und insbesondere von Elon Musk. Ob die SEC tatsächlich Konsequenzen zieht, ist derzeit völlig offen. DER AKTIONÄR rechnet jedoch nicht damit. 

Nachfrage nach SpaceX-Aktien explodiert

Während in Washington über Regulierung und Anlegerschutz diskutiert wird, scheint die Nachfrage nach den Aktien ungebrochen. Laut Bloomberg haben mehrere Staatsfonds aus dem Nahen Osten bereits milliardenschwere Orders platziert.

Demnach haben sowohl der saudi-arabische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) als auch die Kuwait Investment Authority Zeichnungsaufträge im Volumen von jeweils einer bis fünf Milliarden Dollar eingereicht. Auch die Qatar Investment Authority soll eine bedeutende Beteiligung planen.

Für die Golfstaaten ist der Börsengang weit mehr als nur ein Investment. Viele der dortigen Staatsfonds sind bereits über verschiedene Beteiligungen an Elon Musks Technologie-Imperium engagiert und setzen verstärkt auf den globalen KI-Boom. Ein erfolgreicher SpaceX-Börsengang würde erstmals erhebliche Buchgewinne realisieren und könnte zu einem der wichtigsten KI-Investments der Region werden.

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Der Vorstoß von Elizabeth Warren sorgt kurzfristig für Schlagzeilen, dürfte den Börsengang aber kaum grundsätzlich gefährden. Entscheidend bleibt, wie die SEC auf die Forderungen reagiert. DER AKTIONÄR geht jedoch aktuell nicht von einer Verzögerung des bis dato für den 12. Juni geplanten IPOs aus.

Eine Einschätzung zur SpaceX-Aktie, ob Anleger das Papier zeichnen sollten und ob ein Kauf am kommenden Montag zu spät ist, lesen Sie in der neuen Ausgabe. Diese erscheint heute Abend um 19 Uhr hier.

FAQs

Was ist SpaceX?
SpaceX ist ein US-Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Das Unternehmen entwickelt Raketen, Raumfahrzeuge und Satellitentechnologie.

Womit verdient SpaceX Geld?
Das Unternehmen erzielt Einnahmen unter anderem durch Raketenstarts, Satellitentransporte, NASA-Aufträge und das Satelliteninternet Starlink. Zudem vermarktet das Unternehmen KI-Anwendungen an andere Unternehmen.

Was ist das Starship Vision 3?
Das Starship Vision 3 ist die neue Schwerlastrakete von SpaceX. Sie soll künftig Menschen und Fracht zum Mond und später auch zum Mars transportieren.

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