Nach den herben Verlusten zum Wochenstart hat sich die Stimmung bei den KI-Aktien in Asien wieder aufgehellt. Am Dienstag verzeichneten die Aktien von SK Hynix und Samsung deutliche Kursgewinne. Die Korrektur scheint damit ebenso schnell beendet zu sein, wie sie begonnen hatte. Einen maßgeblichen Anteil daran dürfte niemand Geringerer als Nvidia-Chef Jensen Huang haben.
• In Asien haben die Chipaktien am Dienstag wieder stark angezogen.
• SK Hynix schießt zweistellig nach oben.
• Nvidia-Chef Jensen Huang sieht KI erst am Anfang.
Besonders kräftig fällt das Comeback in Südkorea aus. Der Speicherchip-Gigant SK Hynix – ohnehin einer der großen Profiteure des weltweiten KI-Booms – schießt im asiatischen Handel am Dienstagmorgen um elf Prozent nach oben. Auf Sicht der vergangenen fünf Handelstage hat sich das Minus damit von 21 auf zehn Prozent in etwa halbiert. Auch Branchenprimus Samsung zeigte sich gut erholt und legte um sechs Prozent zu. Auf Wochensicht schrumpfen die Kursverluste damit von 18 auf 13 Prozent zusammen.
Die Botschaft der Marktteilnehmer ist klar: Der Heißhunger auf Hochleistungs-Speicherchips für Künstliche Intelligenz ist ungebrochen. Die Frage „Platz jetzt die KI-Blase?“ kann daher vorerst mit Nein beantwortet werden. Welche zwei lukrativen Short-Chancen sich im Halbleitersektor jetzt dennoch ergeben, lesen Sie in diesem Aktienreport.
Huang sieht Chance
Dass die Kurse wieder nach oben drehten, dürfte auch auf Nvidia-Chef Jensen Huang zurückzuführen sein. Anleger hängen dem Starunternehmer an den Lippen und folgen seinen Empfehlungen. Am Montag hatte Huang vor Journalisten verkündete: „Wir stehen erst ganz am Anfang. Was auch immer auf dem Aktienmarkt passiert ist: Sie sollten sehr glücklich sein, denn jetzt können Sie mit Rabatt einkaufen.“
Rückenwind aus den USA
Zusätzlichen Schub lieferte die Erholung aus Übersee. Am Montagabend hatten die US-Tech-Riesen den S&P 500 (+0,3 Prozent) und insbesondere die Nasdaq-Indizes (+0,9 Prozent) nach der jüngsten Tech-Malaise wieder nach oben gezogen.
Der Rebound bei SK Hynix und Samsung unterstreicht die fundamentale Stärke des KI-Megatrends. Die Korrektur hat die überhitzten Bewertungen etwas bereinigt und bietet langfristig orientierten Anlegern eine gute Einstiegsgelegenheit. DER AKTIONÄR favorisiert bei den Halbleiter-Aktien jedoch aus geopolitischen Gründen weiterhin die US-Werte Nvidia und Micron.
FAQs
1. Wie verdient Samsung eigentlich sein Geld?
Samsung ist weit mehr als nur ein Smartphone-Hersteller. Der Konzern erzielt einen Großteil seiner Gewinne mit Halbleitern, insbesondere Speicherchips wie DRAM- und NAND-Produkten. Diese werden in Smartphones, Rechenzentren, PCs und KI-Servern eingesetzt.
2. Warum gilt Samsung als zentraler Player in der Chipindustrie?
Samsung zählt neben TSMC und Intel zu den wichtigsten Halbleiterkonzernen der Welt. Das Unternehmen entwickelt und produziert sowohl Speicherchips als auch moderne Prozessoren und gehört zu den wenigen Konzernen, die Chips in den fortschrittlichsten Fertigungsverfahren herstellen können.
3. Welche bekannten Produkte gehören zu Samsung?
Neben den Galaxy-Smartphones produziert Samsung Fernseher, Haushaltsgeräte, Displays, Speicherchips und Sensoren. Zudem beliefert der Konzern zahlreiche andere Tech-Unternehmen mit wichtigen Komponenten – darunter auch Konkurrenten wie Apple oder den Chip-Branchenprimus Nvidia.
Heute, 06:45