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18.06.2020 Maximilian Völkl

Siemens Gamesa: Neue Gewinnwarnung, neuer Chef – jetzt stürzt die Aktie erneut ab

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Siemens Gamesa

Die Nachfrage nach Windkraft ist nach wie vor hoch. Dennoch haben die Konzerne durch die Corona-Krise mit Problemen zu kämpfen, vor allem die Margen leiden in dem ohnehin angespannten Markt weiter. Siemens Gamesa muss deshalb nun eine weitere Gewinnwarnung herausgeben. An der Börse kommt das gar nicht gut an. Da hilft auch die Neubesetzung des Chefpostens nicht.

Siemens Gamesa bekommt per sofort einen neuen Chef. Andreas Nauen ersetzt Markus Tacke, wie das Unternehmen am späten Mittwochabend mitteilte. Der neue Vorstandsvorsitzende leitete zuvor das Offshore-Geschäft des Unternehmens. Nauen sei ein erfahrener Manager, meint JPMorgan-Analyst Akash Gupta und bezeichnete die Nachricht als „positiv“.

Zudem rechnet Siemens Gamesa nun wegen Projektkosten und der Auswirkungen durch Covid-19 mit einem negativen bereinigten EBIT im dritten Quartal des gebrochenen Geschäftsjahres. Zwar soll dies im nachfolgenden Jahresviertel wieder positiv sein. Dies dürfte aber nicht ausreichen, um die negative Entwicklung für das gesamte Geschäftsjahr auszugleichen, hieß es weiter.

Siemens Gamesa (WKN: A0B5Z8)

Die Aktie von Siemens Gamesa verliert über acht Prozent. Die erneute Warnung zeigt, dass der Konzern weiter mit hausgemachten Problemen zu kämpfen hat. Anleger sollten in der Branche deshalb auf andere Werte setzen. Der Weltmarktführer Vestas bleibt langfristig der Favorit. Spekulative Anleger können auch auf den deutschen Player Nordex setzen, bei dem der Turnaround aber noch auf sich warten lässt.

(Mit Material von dpa-AFX)