Siemens Energy baut seine Position im Zukunftsmarkt digitaler Stromnetze weiter aus. Der Energietechnikkonzern hat eine Vereinbarung zur Übernahme der nordirischen Camlin Group geschlossen. Das Unternehmen verfügt über Expertise in den Bereichen Netzüberwachung, Datenanalyse und Digitalisierung von Energieanlagen.
• Siemens Energy übernimmt die nordirische Camlin Group
• Camlin bringt Expertise in Netzüberwachung, Datenanalyse und Digitalisierung von Energieanlagen ein.
• Aktie kämpft mit 100-Tage-Linie.
Mit der Übernahme erweitert Siemens Energy sein Angebot gezielt um zusätzliche Kompetenzen bei sensorbasierten Überwachungssystemen, datengetriebenen Analysen und softwaregestützten Lösungen zur intelligenten Netzsteuerung. Über die finanziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen und wird im Jahresverlauf erwartet.
Die Camlin Group mit Sitz in Lisburn nahe Belfast beschäftigt rund 650 Mitarbeiter und ist neben Großbritannien auch auf dem europäischen Festland, in Nordamerika, Australien und Asien aktiv. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von gut 100 Millionen Euro. Gegründet wurde Camlin 2010 von einer kleinen Gruppe nordirischer Ingenieure. Mit innovativen Technologien für Energie- und Bahnsysteme gelang dem Unternehmen in den vergangenen Jahren ein rascher Ausbau seiner Geschäftstätigkeit.
Tim Holt, Mitglied des Vorstands von Siemens Energy: „Der Ausbau und die Digitalisierung der Stromnetze werden immer wichtigere Faktoren, wenn es um Energiesicherheit, wirtschaftliches Wachstum oder die Energiewende allgemein geht. Das ist ein sehr dynamisches Marktumfeld, dem wir uns als Unternehmen anpassen, indem wir kontinuierlich unser bestehendes Portfolio stärken und erweitern. Die Camlin Group ist für ihre hochwertigen Produkte, ihr qualifiziertes Team und ihr fortschrittliches Softwareportfolio bekannt. Gemeinsam können wir unsere Kunden perfekt dabei unterstützen, von der reaktiven Wartung zu datenbasierten, zustandsorientierten Betriebsmodellen überzugehen.“
Der Aktie von Siemens Energy konnte der Deal heute aber keinen neuen Schwung verleihen. Die Aktie ging mit einem Minus von 0,9 Prozent aus dem Handel. Zuletzt haben Gewinnmitnahmen allerdings die Aktie unter die 50-Tage-Linie gedrückt. Nun kämpft die Aktie mit der 100-Tage-Linie. Sollte auch diese nachhaltig unterschritten werden, wäre durchaus ein Test der Märztiefs sowie der 200-Tage-Linie möglich. Fundamental bleibt die Story bei Siemens Energy aber in jedem Fall voll intakt. Der Energietechnikkonzern profitiert massiv vom weltweit steigenden Energiehunger durch Megatrends wie KI. DER AKTIONÄR bleibt zuversichtlich, dass die derzeitige Schwächephase bald überstanden ist und noch weitere Rekorde folgen werden. Die Aktie bleibt mit einem Stopp bei 130 Euro auf der Kaufliste.
Häufige Fragen zur Siemens-Energy-Aktie
Was macht Siemens Energy?
Siemens Energy bezeichnet sich als ein Pure-Play-Unternehmen, das entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energietechnologie und -dienstleistung mit einem umfassenden und differenzierten Produkt-, Lösungs- und Dienstleistungsangebot tätig ist.
Zahlt Siemens Energy eine Dividende?
Ja. Siemens Energy zahlt seit dem Geschäftsjahr 2025 einmal jährlich eine Dividende an die Aktionäre aus.
Warum profitiert Siemens Energy vom KI-Boom?
Durch den weltweit steigenden Energiehunger steigt die Nachfrage nach Netz- und Gastechnik massiv. Das spielt Siemens Energy voll in die Karten.
Heute, 20:32