08.02.2019 Michel Doepke

Sangamo: Das kann nicht wahr sein – CRISPR-Aktien brechen ein

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CRISPR Therapeutics
Trendthema

Gen-Scheren gehören zu den absoluten Megatrends im Biotech-Sektor. Doch die Entwicklung bei allen drei Arten – CRISPR/Cas9, TALEN und Zinkfinger-Nukleasen (ZFN) – befinden sich in einem frühen Stadium. Jede Enttäuschung wird knallhart bestraft, Sangamo-Anleger bekamen dies im gestrigen Handel zu spüren. Vorläufige Studiendaten schicken die Aktie über 30 Prozent auf Talfahrt. Auch die Rivalen CRISPR Therapeutics, Editas Medicine und Intellia Therapeutics verloren überproportional an Wert.

Enttäuschende Daten

Sangamo hat auf dem WORLDSymposium in Orlando, Florida Zwischenergebnisse zu den Phase-1/2-Studien CHAMPIONS und EMPOWERS bekanntgegeben. Bahnbrechende Ergebnisse blieben aus, in der ersten Studie verzeichnete Sangamo einen kleinen Anstieg der Enzyme namens IDS, die bei der Mukopolysaccharidose (MPSII) eine wichtige Rolle spielen. Auch die andere Studie (MPSI) zeigte nicht die erhofften Effekte.

Ist der Ansatz der Zinkfinger-Nukleasen, den Sangamo verfolgt, gescheitert? Definitiv nicht. Dennoch sind die jüngsten Ergebnisse ein herber Dämpfer für den vielversprechenden Ansatz.

Peergroup in Sippenhaft

Während die Sangamo-Aktie mit 30,9 Prozent (in dunkelblau) als zweitwächster Wert im Nasdaq Biotechnology Index aus dem Handel ging, verloren auch andere Genome-Editing-Spezialisten kräftig an Boden. Intellia Therapeutics (hellblau) knickte 7,7 Prozent ein, Editas Medicine (rot) 7,9 Prozent, CRISPR Therapeutics (gelb) sogar 7,7 Prozent.

DER AKTIONÄR findet die technologischen Ansätze unverändert hochspannend, doch es braucht viel Zeit und weitere klinische Beweise, dass CRISPR und Co eine große Zukunft bevorsteht. Wer sich in diesem spannenden, aber auch risikoreichen Segment positionieren will, setzt auf den AKTIONÄR DNA Revolution Index, wo die Genome-Editing-Unternehmen vertreten sind. Die passende Derivate auf den Index finden Sie hier.

Hinweis auf potenzielle Interessenskonflikte:
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