Die gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sorgen zu Wochenbeginn wieder für steigende Kurse bei den Rüstungsaktien. Rheinmetall ist entsprechend der Top-Gewinner im DAX. Zudem will der Blue Chip ein neues Joint Venture für Raketensysteme gründen.
Nach den erfolglosen Gesprächen am Wochenende hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, die Straße von Hormus komplett blockieren zu wollen. Steigende Ölpreise und Zugewinne auf breiter Front bei den Rüstungsaktien sind die Folge der erneuten Eskalation der Nahost-Krise.
Rheinmetall hat zudem mit dem niederländischen Unternehmen Destinus vereinbart, das Joint Venture „Rheinmetall Destinus Strike Systems“ im zweiten Halbjahr 2026 zu gründen. Es sollen Raketensysteme hergestellt, vermarktet und geliefert werden – etwa Marschflugkörper oder ballistische Raketenartillerie. Rheinmetall wird 51 Prozent der Anteile an dem Joint Venture halten, Destinus 49 Prozent.
„Wir müssen die industrielle Basis für moderne Verteidigungssysteme in Europa ausbauen. Dieses Joint Venture spiegelt diese Notwendigkeit wider“, erklärte Rheinmetall-CEO Armin Papperger. „Wir verbinden die Produktionskapazitäten und die Erfahrung von Rheinmetall im Management von Großprogrammen mit der spezifischen Technologie und dem Systemdesign von Destinus. Damit legen wir den Grundstein für skalierbare, einsatzfähige Raketen, die auf die aktuellen Anforderungen der europäischen und verbündeten Streitkräfte zugeschnitten sind.“
Rheinmetall will mit dem neuen Gemeinschaftsunternehmen der veränderten Kriegsführung rund um den Iran-Krieg Rechnung tragen. Die Nachfrage nach skalierbaren Angriffssystem ist nicht auf kleinere Stückzahlen begrenzt, sondern es werden laut Unternehmen „Tausende Systeme pro Jahr gefragt, im Laufe der Zeit potenziell zehntausende“. Das bedeute „kurzfristig eine Marktchance im Bereich von Hunderten von Millionen Euro und langfristig ein Potenzial im niedrigen Milliardenbereich“.
Rheinmetall baut sein Portfolio konsequent aus und profitiert von der brisanten geopolitischen Lage weltweit. Die Aktie dürfte ihre Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate demnächst nach oben verlassen und bleibt auf dem aktuellen Niveau weiter attraktiv für Anleger.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 09:58