SpaceX steht unmittelbar vor dem größten Börsengang aller Zeiten. Im Windschatten von Musks Weltraumunternehmen profitiert jedoch noch eine ganze Reihe weiter Unternehmen. Eines, das die wenigsten Anleger dabei auf dem Schirm haben dürften ist der Modekonzern Prada. Mit Weltraumanzügen setzt das italienische Luxus-Label ein Ausrufezeichen.
• Prada hat zusammen mit Axiom Space einen Flüssigkeitskühlungsanzug entwickelt.
• Mit Weltraumkleidung könnte Prada 2026 mehrere Millionen Euro verdienen.
• Analysten sehen für die Aktie deutliches Aufwärtspotenzial.
Am vergangenen Sonntag stellte Prada einen in Kooperation mit Axiom Space entwickelten Flüssigkeitskühlungsanzug (Liquid Cooling and Ventilation Garment“) vor. Dieser sorgt dafür, dass die Körperwärme vom Träger abgeleitet wird und kommt dort zum Einsatz, wo die natürliche Luftzirkulation nicht funktioniert. Konkret ist das Kleidungsstück für Astronauten vorgesehen, die dieses unter dem Raumanzug der Axiom Mobility Unit (siehe Bild oben) bei den kommenden Artemis-Missionen tragen sollen. Dieser wurde vom US-Raumfahrtunternehmen ebenfalls in Zusammenarbeit mit Prada entworfen.
Die Frage, die sich Anleger nun stellt, lautet: Entsteht daraus ein zusätzlicher Wert für die Prada-Aktie? Die Antwort lautet ja, allerdings anders als gedacht. Zwar kostet ein kompletter Astronautenanzug schätzungsweise 13 Millionen Euro, doch Prada liefert hierbei nur die Design- und Textilexpertise für die Außenhülle – der Großteil der Kosten fließt in die Lebenserhaltungssysteme von Axiom Space.
Für die Entwicklung und Fertigung der speziellen Innenschicht dürfte Prada – hochgerechnet auf die wenigen, exklusiven Anzüge, die für die Artemis-Crew pro Jahr benötigt werden – schätzungsweise bis zu zehn Millionen Euro in dem Jahr erlösen. Bei einem erwarteten Umsatzplus von zwölf Prozent auf 6,42 Milliarden Euro fällt dies jedoch nicht ins Gewicht. Wertvoller ist dagegen die medial wirksame Kooperation, die Marke ins Gedächtnis einer Vielzahl potenzieller Kunden ruft und das Image von Pradas regulärer Premium-Sportbekleidung stärkt.
Analysten bullish gestimmt
Nach oben schießen dürften jedoch bald nicht nur die Astronauten in Prada-Kleidung, sondern auch der Aktienkurs. Analysten sehen für die Aktie deutliches Aufwärtspotential. Laut Bloomberg empfehlen 60 Prozent der 25 Analysten, die das Papier covern, den Kauf der Aktie. Weitere neun Analysten stufen Prada als Halteposition ein und lediglich einer würde aktuell verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 5,49 Euro und damit deutlich über dem zuletzt gehandelten Kurs von 4,32 Euro. Das Kurspotenzial beträgt 27 Prozent.
Auch das Chartbild spricht für steigende Kurse. Zuletzt hat die Aktie sowohl die Abwärtstrendlinie als auch den GD50, der aktuell bei 3,99 Euro verläuft, überwunden. Aus technischer Sicht hat die Aktie damit zwei Kaufsignale geliefert und steuert nun auf die 200-Tage-Linie zu. Diese verläuft bei 4,48 Euro.
Prada macht sich bereit zum Abflug. Im Moment sieht DER AKTIONÄR jedoch noch größere Chancen beim Mode-Geheimtipp Ermenegildo Zegna. Seit der Empfehlung in Ausgabe 19/26 hat das Papier bereits 26 Prozent zugelegt und bleibt aussichtsreich. Die Erstempfehlung zu Zegna können Sie hier nachlesen.
FAQs
1. Wie wurde Prada zu einer der führenden Ikonen der Modewelt?
Gegründet wurde Prada bereits 1913 als Lederwarenhaus in Mailand. Den entscheidenden Wandel zur globalen Luxusmarke leitete Miuccia Prada ab den späten 1970er-Jahren ein. Mit ihrem minimalistischen Designansatz setzte sie bewusst einen Gegenpol zum oft extravaganten Luxus der Konkurrenz. Innovative Materialien wie schwarzes Nylon, ikonische Kollektionen und ein Gespür für gesellschaftliche Trends machten Prada zu einer der einflussreichsten Marken der Modebranche. Heute zählt der Konzern mit den Marken Prada und Miu Miu zu den wichtigsten Akteuren im globalen Luxusmarkt.
2. Was ist das bekannteste Produkt von Prada?
Zu den bekanntesten Produkten von Prada zählt die Nylon-Handtasche, insbesondere die „Re-Edition“-Serie. Das ursprünglich in den 1980er-Jahren eingeführte Design entwickelte sich zu einem Symbol für modernen Luxus. Darüber hinaus genießen die Galleria-Tasche, die Loafer-Schuhe sowie die Sonnenbrillen der Marke weltweit Kultstatus. Prada steht dabei für die Verbindung von zeitlosem Design, Innovation und italienischer Handwerkskunst.
3. Wie unterscheidet sich Prada von Konkurrenten wie LVMH oder Kering?
Prada ist kleiner als die Branchenriesen LVMH und Kering, verfügt aber über eine hohe Markenstärke und eine klare Positionierung im Luxussegment. Während LVMH auf ein breit diversifiziertes Markenportfolio setzt, konzentriert sich Prada vor allem auf die Marken Prada und Miu Miu. Dadurch können erfolgreiche Kollektionen und Trends einen besonders starken Einfluss auf Umsatz, Gewinn und Aktienkurs haben.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Prada.
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