03.03.2015 Florian Söllner

"Neuer Gigant" für Apple-Auto und Internet der Dinge

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Kursexplosion! Die NXP-Aktie legte am Montag rund 17 Prozent zu. Analysten finden Gefallen an der Fusion mit Freescale. Charles Bordes von AlphaValue kommentiert: "Aus zwei Wettbewerben entsteht ein neuer Gigant." Die neue NXP sei gut positioniert für das Internet der Dinge und die Zukunft der Autoindustrie. Während NXP Chips für die Kommunikation der Autos untereinander anbiete, sei Freescale Spezialist für Sensoren in Assistenzsystemen und Autokameras.
Zudem verweist Bordes auf die Potenziale im Bereich Mobile: „Da mit Smartphones das Mobile Payment floriert, gibt es eine Nachfrage nach mehr Sicherheit in diesem Bereich. NXP hat hier das nötige Know-how.“ Insgesamt raten 18 Analysten zum Kauf und nur 2 zum Verkauf der Aktie. Selbst nach dem Kurssprung liegt das 2016er-KGV von NXP erst bei 15.

NXP ist mit einem Umsatz von 5,7 Milliarden Dollar im Jahr 2014 größer als Freescale mit zuletzt 4,6 Milliarden Dollar. Hauptkunde der Amerikaner ist der deutsche Automobilzulieferer Continental. Zur Finanzierung der Fusion will NXP eine Milliarde Cash aus seiner Bilanz, eine Miliarde neuer Schulden verwenden sowie 115 Millionen neue Aktien ausgeben. Freescale-Aktionäre werden nach der Transaktion rund 32 Prozent an der neuen NXP halten.

Stärker als der Markt

NXP-Chef Richard Clemmer freut sich auf die Übernahme: “Wir werden von den großen Wachstumschancen einer immer smarten Welt profitieren. Wir sind sicher, das durchschnittliche Marktwachstum deutlich zu schlagen“. Den Shareholder-Value wolle man maximieren.

Mehr zur NXP-Aktie lesen Sie hier: 3 Megatrends: NXP-Aktie startet dank Google, Apple und „Internet der Dinge“ durch. NXP war Top-Tipp Spekulativ in der Ausgabe 02/2015.


55 Prozent mehr Gewinn

DER-AKTIONÄR-Favorit NXP hatte zuletzt überzeugende Zahlen für das Jahr 2014 vorgelegt. Der Umsatz legte um 17 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar zu, der Nettogewinn sogar um 55 Prozent auf 0,5 Milliarden Dollar zu. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass diese starke Entwicklung von Aufträgen seitens Apple und aufstrebenden China-Smartphoneherstellern getrieben wurde.