Die Aktie von Munich Re hat Anleger in den vergangenen Tagen auf eine harte Probe gestellt. Am gestrigen Mittwoch rutschte der Kurs bis auf 507,20 Euro ab. Damit wurde die wichtige horizontale Unterstützung im Bereich deutlich unterschritten. Ein charttechnisch negatives Signal oder doch eine Bärenfalle?
Die Aktie von Munich Re hat Anleger in den vergangenen Tagen auf eine harte Probe gestellt. Am gestrigen Mittwoch rutschte der Kurs bis auf 507,20 Euro ab. Damit wurde die wichtige horizontale Unterstützung deutlich unterschritten. Ein charttechnisch negatives Signal oder doch eine Bärenfalle?
Die charttechnische Lage bei Munich Re hat sich in den vergangenen Tagen deutlich eingetrübt. Mit dem Rücksetzer bis auf 507,20 Euro wurde die zuvor gut verteidigte horizontale Unterstützung im Bereich von 515,00 Euro klar unterschritten. Dies gilt als klares Verkaufssignal und geht mit einem erhöhten Risiko weiterer Kursverluste einher.
Die schnelle Erholung über 512,00 Euro relativiert das negative Bild jedoch zumindest teilweise. Sollte es dem Titel gelingen, die Zone um 515,00 Euro zügig zurückzuerobern und auf Schlusskursbasis zu behaupten, könnte sich der Ausbruch nach unten im Nachhinein als klassische Bärenfalle entpuppen. In diesem Fall wäre der jüngste Rücksetzer eher als kurzfristige Übertreibung zu werten.
Noch spricht der Trend allerdings gegen die Aktie. Munich Re notiert aktuell unter sämtlichen wichtigen gleitenden Durchschnitten, was die Schwächephase unterstreicht. Der GD 20 verläuft bei 538,39 Euro, der GD 38 bei 543,35 Euro und der GD 50 bei 542,53 Euro. Auch der GD 100 liegt mit 542,43 Euro deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Besonders groß ist der Abstand zum GD 200, der bei 556,35 Euro verläuft und damit rund acht Prozent entfernt ist. Solange diese Marken nicht zurückerobert werden, bleibt das technische Gesamtbild angeschlagen.
Scheitert die Erholung und rutscht die Aktie erneut unter die jüngsten Tiefs, droht aus technischer Sicht eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung. In diesem Szenario rückt das 52-Wochen-Tief bei 492,00 Euro in den Fokus.
Für leichten Gegenwind sorgt derweil eine Meldung zu Transaktionen rund um den Vorstand des Rückversicherers. Nathalie Haidegger-Rieß, die Vorstandsmitglied Dr. Marku Rieß nahe steht, hat Aktien im Gesamtvolumen von 467.200 Euro verkauft. Die Transaktion erfolgte außerhalb eines Handelsplatzes.
Noch ist nicht klar, ob der Bruch der Unterstützung nachhaltig ist oder sich tatsächlich als Bärenfalle erweist. Die heutige Erholung liefert erste Hoffnung, eine Entwarnung ist aber verfrüht. Investierte Anleger halten an der Aktie fest und beobachten, ob Munich Re die Zone um 515,00 Euro zurückerobern kann. Neueinsteiger warten zunächst eine Stabilisierung ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Munich Re.
22.01.2026, 15:54