Diese Entwicklung kommt überraschend. Schließlich gab es das zuletzt vor 112 Jahren. Eine Entwicklung, die den großen Rückversicherern in die Karten spielt. Für die Aktie von Munich Re kommt das genau zur richtigen Zeit. Schließlich arbeitet sie gerade an der Bodenbildung im Bereich von 500,00 Euro.
- Im Atlantik gab es in dieser Saison bisher noch keinen einzigen Hurrikan.
- Das gab es so spät im September zuletzt im Jahr 1914.
- Damit sind die Chancen auf ein erneutes Rekordjahr bei Munich Re deutlich gestiegen.
Der Atlantische Ozean hat in dieser Saison bisher keinen einzigen Hurrikan hervorgebracht. Das gab es zuletzt 1914. Damals blieb sogar die gesamte Saison ohne Hurrikan. In den Aufzeichnungen seit 1851 finden sich lediglich zwei weitere Jahre ohne einen einzigen Hurrikan: 1907 und 1914. Allerdings standen damals noch keine Satelliten zur Verfügung, weshalb einzelne Stürme unentdeckt geblieben sein könnten.
In der laufenden Saison wurden bis vor Kurzem sechs benannte Stürme registriert: Arthur, Bertha, Cristobal, Dolly, Edouard und Fay. Keiner davon erreichte Hurrikanstärke. Dafür wären anhaltende Windgeschwindigkeiten von mindestens 119 Kilometern pro Stunde erforderlich.
Normalerweise bildet sich der erste Hurrikan im Atlantik bereits um den 11. August. Nach den Durchschnittswerten der Jahre 1991 bis 2020 wären zu diesem Zeitpunkt rund zehn benannte Stürme, vier Hurrikane und zwei schwere Hurrikane zu erwarten.
Auch die sogenannte Accumulated Cyclone Energy, kurz ACE, liegt weit unter dem langjährigen Durchschnitt. Der Wert, der Stärke und Dauer sämtlicher Stürme berücksichtigt, lag am 22. September bei lediglich 6,2 und damit rund 93 Prozent unter dem Normalwert für diesen Zeitpunkt.
Ganz vorbei ist die Saison allerdings noch nicht. Sie läuft offiziell bis zum 30. November. Gerade Ende September und im Oktober können sich im Golf von Mexiko sowie an der US-Ostküste noch gefährliche Stürme bilden. Zumindest an der Pazifikküste Mexikos wütet zudem gerade Hurrikan Polo, der zweitstärkste Wirbelsturm der Geschichte.
Für die großen Rückversicherer ist die ruhige Saison zunächst eine positive Nachricht. Je weniger schwere Naturkatastrophen auftreten, desto geringer fallen in der Regel die Schäden aus. Bereits im Vorjahr hatte eine vergleichsweise milde Saison reihenweise für Rekordergebnisse bei den großen Rückversicherern gesorgt. Auch in diesem Jahr stehen die Chancen auf ein neues Rekordjahr nun gut.
Allerdings hat die Entwicklung auch eine Kehrseite. Bleiben die Schäden niedrig, steigt der Druck der Erstversicherer, in den Erneuerungsverhandlungen günstigere Konditionen durchzusetzen. An der Börse dürfte die ruhige Hurrikansaison dennoch eher stabilisierend wirken und die Bodenbildung der Munich-Re-Aktie im Bereich von 500 Euro unterstützen.
Die Munich-Re-Aktie bleibt ein attraktives Langfristinvestment. Während der Bodenbildung freuen sich investierte Anleger über die attraktive Dividendenrendite von gut fünf Prozent. Neueinsteiger warten mit Käufen vorerst eine Aufhellung des Chartbilds ab.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Munich Re.
Heute, 07:50
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