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08.09.2014 Marion Schlegel

Morphosys, Fresenius und STADA: Das Urteil der Commerzbank

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Stada

Die Analysten der Commerzbank haben den Pharma- und Biotechsektor genauer unter die Lupe genommen. Übernahmen und Fusionen sowie Effizienzprogramme bei den Unternehmen seien die bestimmenden Themen des zweiten Halbjahrs, schrieb Analyst Volker Braun in einer Branchenstudie vom Montag. Auf dem Prüfstand standen unter anderem Morphosys, Fresenius SE, FMC und Stada. Ein klarer Kauf ist für die Experten FMC. Nach der Sektorenkonferenz für Chemie und Life Science hat die Commerzbank das Papier auf „Buy“ mit einem Kursziel von 61 Euro belassen. Der Dialysespezialist dürfte von größerer Effizienz und seinem breiter aufgestellten Geschäftsmodell profitieren.

Zweimal „Kaufen“
Ebenfalls zu den Kaufkandidaten zählt für die Commerzbank die Aktie von Fresenius SE. Die Einschätzung beläuft sich hier auf „Add“ mit einem Kursziel von 41 Euro. Beim Medizinkonzern rücke Helios für mögliche positive Überraschungen stärker in den Vordergrund.
Stada befindet sich ebenfalls auf dem Kaufzettel der Commerzbank. Die Experten haben ihre Bewertung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 37 Euro belassen. Analyst Daniel Wendorff sieht beim Generikahersteller trotz der Schwäche in Russland enormes Potenzial.

Langfristig top
Etwas weniger gut kommt hingegen die Aktie der Biotech-Gesellschaft Morphosys weg. Den Wert sieht die Commerzbank lediglich als Halteposition. Wendorff schrieb, der Antikörperspezialist habe exzellente Verträge mit GlaxoSmithKline und Celgene geschlossen. Das nächste wichtige Ereignis seien Daten zu dem Krebs-Antikörper MOR208, die er aber nicht vor dem ersten Halbjahr 2015 erwartet.
DER AKTIONÄR rechnet zwar ebenfalls erst im kommenden Jahr mit entscheidenden News. Der Nachrichtenflow ist aber dennoch kontinuierlich positiv bei Morphosys. In einem weiterhin positiven Umfeld für Biotechwerte dürfte die Morphosys-Aktie deswegen ebenfalls weiter zulegen können. DER AKTIONÄR empfiehlt mit einem Stopp bei 54 Euro investiert zu bleiben. Für Gewinnmitnahmen ist es noch deutlich zu früh.

(Mit Material von dpa-AFX)

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