Zu Wochenbeginn hat die Euphorie um den neuen KI-Agenten von Meta die gesamte Tech-Branche wieder angetrieben. Die Aktie der Facebook-Mutter legte angesichts der positiven Resonanz auf die Markteinführung von Muse sogar elf Prozent zu. Am Dienstag wird das Plus verteidigt, die positiven Stimmen mehren sich.
Schon nach knapp zwei Wochen stehe Muse auf Platz 1 der kostenlosen Apps im Apple Store in den USA sowie im Play Store von Google, so Jefferies-Analyst Brent Thill. Muse habe Potenzial eine „Killer-App“ zu sein, nachdem weder Anthropics Claude noch Googles Gemini zum Start derart gefragt waren. Doug Anmuth von JPMorgan ergänzt, dass Muse das Zeug dazu habe, seit ChatGPT die am meisten verbreitete kostenlose KI-App zu werden.
Meta hatte den persönlichen KI-Agenten Muse vor zwei Wochen eingeführt. Dieser soll nicht nur Fragen beantworten, sondern auch Aufgaben erledigen. Laut Konzern können etwa E-Mails verschickt, Reisen gebucht oder Formulare ausgefüllt werden. Das soll auch funktionieren, wenn Nutzer die Anwendung bereits geschlossen haben. Der Großteil der Funktionen soll dabei kostenlos bleiben. Abo-Modelle sollen höhere Grenzen bei der Nutzung bieten.
Die Monetarisierung werde deshalb zwar Zeit brauchen, heißt es von Jefferies. Doch Muse ist besser, als viele erwartet haben. Bislang hatten Anleger die „KI-Idee“ bei Meta vermisst und Alphabet bevorzugt. Durch Muse verändere sich nun das Narrativ. Analyst Thill hob deshalb sein Kursziel massiv von 710 auf 875 Dollar an – das signalisiert auch nach dem Kurssprung vom Montag noch weitere 18 Prozent Potenzial.
Mit Muse bringt Meta die verbraucherorientierte agentische KI in den Massenmarkt. Die Analysten überarbeiten bereits ihre Kursziele, auch die Anleger dürften der Aktie noch mehr Kursgewinne zugestehen. DER AKTIONÄR führt Meta bereits seit Juli wieder auf der Empfehlungsliste und bleibt angesichts der Nachrichtenlage positiv gestimmt.
Heute, 20:51
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