Während in Europa der Rüstungsboom an der Börse 2026 ins Stocken geraten ist, läuft es bei den US-Pendants besser. Der Branchenriese Lockheed Martin hat am Donnerstag mit den Quartalszahlen erneut auf ganzer Linie überzeugt. Zu Handelsstart an der Wall Street notiert die Aktie rund sieben Prozent im Plus.
Der Umsatz ist bei Lockheed im dritten Quartal zum Vorjahr um elf Prozent auf 20,7 Milliarden Dollar gewachsen. Das Ergebnis je Aktie stieg von 6,95 auf 7,97 Dollar. Analysten hatten lediglich 20,4 Milliarden Dollar und 7,52 Dollar je Aktie auf dem Zettel. Besonders stark lief es im Segment Missiles and Fire Control mit einem Umsatzplus von 24 Prozent. Hier zeigte sich, dass gerade die Nachfrage nach Luftabwehrsystemen oder taktischen Raketen durch den Iran-Krieg sehr hoch ist.
Einen neuen Rekordwert erreichte derweil der Auftragsbestand, der sich nun auf 292 Milliarden Dollar beläuft. Die Prognose für das Gesamtjahr hat Lockheed angehoben. Erwartet werden nun ein Umsatz zwischen 80 und 82 Milliarden Dollar sowie ein Gewinn je Aktie von 30,35 bis 30,75 Dollar. Bislang lagen die Spannen bei 79,75 bis 81,85 Milliarden Dollar respektive 29,95 bis 30,65 Dollar.
Für Begeisterung sorgte zudem, dass der Konzern vom US-Kriegsministerium den größten Auftrag der Firmengeschichte erhalten hat. Mindestens 850 Lockheed Martin F-35 Lightning II sollen gekauft werden, Das schafft für den Konzern hohe langfristige Planungssicherheit und gleichzeitig eine bessere Skalierbarkeit mit niedrigeren Stückkosten.
Es läuft bei Lockheed. Nach Jahren der Underperformance stellen die US-Rüstungsaktien mittlerweile ihre europäischen Wettbewerber wieder in den Schatten. Mit den Top-Zahlen und dem Kurssprung hellt sich das Chartbild bei Lockheed weiter auf. Die AKTIONÄR-Empfehlung bleibt attraktiv und hat noch Luft nach oben.
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