11.07.2019 Michel Doepke

Krones bricht 17% ein: Gewinnwarnung schickt Aktie auf Talfahrt – Kaufchance?

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Krones
Trendthema

Brutaler Absturz beim SDAX-Mitglied Krones:  Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen, welches Anlagen und Maschinen für die Herstellung, Abfüllung und Verpackung von Getränken und flüssigen Nahrungsmitteln fertigt, nur noch mit einer Vorsteuermarge von drei Prozent und damit der Hälfte des bisher erwarteten. An der Wachstumsprognose von drei Prozent hält Krones fest. Dennoch strafen die Anleger die Aktie mit eine Kurseinbruch von 17 Prozent ab.

Der Anlagenbauer ächzt vor allem unter hohen Materialkosten und hat bereits zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um diese zu senken. So wurden etwa Lieferketten in China und Ungarn aufgebaut. Doch die eingeleiteten Schritte wirken nach Unternehmensangaben nur mit Verzögerung. Krones macht für seine Probleme auch den Produktmix verantwortlich, der sich ungünstig auf das Ergebnis für Januar bis Juni 2019 ausgewirkt habe.

"Strong Sell"

Das Analysehaus CFRA sieht vorerst noch kein Licht am Horizont für Krones: Analyst Firdaus Ibrahim senkte sein Kursziel auf 50 Euro mit dem Votum "Strong Sell" und rechnet mit einem anhaltend schwierigen operativen Umfeld, welches die Entwicklung des Unternehmens weiter belasten werde. Auch die mittelfristigen Ziele erschienen zunehmend ambitioniert.

Krones (WKN: 633500)

Die Halbierung des Margenziels lässt die Krones-Aktie auf den tiefsten Stand seit 2013 abstürzen. Die Probleme, die der Anlagenbauer hat, dürften kurzfristig nicht in den Griff zu bekommen sein. Einen detaillierten Einblick in die Bilanz will Krones am 25. Juli geben. DER AKTIONÄR meint: Nicht ins fallende Messer greifen und an der Seitenlinie bleiben.