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Home Depot: Wichtiger Termin voraus

Home Depot: Wichtiger Termin voraus
Foto: ACHPF/Shutterstock
Home Depot, Inc. -%
Ingo Nix Heute, 08:01 Ingo Nix
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Am Dienstag, 18. August, kommen vor Handelsbeginn die Zahlen für das zweite Quartal 2026. DER AKTIONÄR beleuchtete, was die Analysten im Vorfeld von der US-Baumarktkette erwarten und verrät, wie hoch das Wachstum ausfallen muss, um den Markt zu überzeugen.

Der Markt erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz von rund 47,5 Milliarden Dollar nach 45,3 Milliarden im Vorjahresquartal – ein Zuwachs von gut fünf Prozent. Insbesondere anorganische Effekte dürften jedoch zum Wachstum beigetragen haben: Im September 2025 wurde der Trockenbauhändler GMS für ein Transaktionsvolumen von 5,5 Milliarden Dollar inklusive übernommener Schulden. Allein GMS steuerte im ersten Quartal 1,3 der insgesamt 1,9 Milliarden Dollar Umsatzzuwachs bei. Bezahltes Wachstum, kein erwirtschaftetes.

Beim bereinigten Ergebnis je Aktie liegt die Konsensschätzung bei 4,72 Dollar gegenüber 4,68 Dollar vor einem Jahr. Dies würde einem Anstieg um rund 15 Prozent entsprechen. 

Was das bestehende Geschäft selbst leistet, steht nur in der flächenbereinigten Zeile – und die lag im ersten Quartal bei 0,6 Prozent, während der Konzernumsatz um 4,8 Prozent auf 41,8 Milliarden Dollar kletterte. Die vergleichbaren Transaktionen sanken um 1,3 Prozent, der Durchschnittskassenbon – der Wert eines Einkaufs – stieg um 2,2 Prozent. Weniger Kunden, die mehr bezahlen: ein Preissignal, kein Nachfragesignal.

Peer-Vergleich
Quelle: Google, eigene Berechnungen
Peer-Vergleich

Gleichauf mit der Konkurrenz

Lowe’s meldete für das Q1 exakt dieselbe Rate, 0,6 Prozent, bei minus 0,9 Prozent Transaktionen und plus 1,5 Prozent Bon. Das Muster ist kein Home-Depot-Problem, sondern ein Branchenzyklus. Lowe’s berichtet Quartalszahlen am Mittwoch (19.08.26) und hält für das Gesamtjahr an einem flächenbereinigten Wachstum von null bis zwei Prozent fest.

Die Daten des Handelsministeriums bestätigen das: Die Baustoff- und Gartenfachhändler legten im Juli zum Vorjahr um 5,9 Prozent zu – die Kosten im Bausektor steigen jedoch noch schneller, die Erzeugerpreise für Vorleistungsgüter im Bau lagen laut Arbeitsministerium über sieben Prozent höher. Und bei 6,67 Prozent Hypothekenzins (30 Jahre) ziehen die Amerikaner nicht um.

Lowe’s (WKN: 859545)

Kehrt das flächenbereinigte Wachstum auf drei Prozent zurück, das Niveau vor der Zinswende, verdient Home Depot in zwei Jahren überschlägig 17 Dollar je Aktie. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 auf Basis der erwarteten Gewinne wären das rund 390 Dollar, gut 15 Prozent über dem heutigen Kurs. Entscheidend wird wie immer der Ausblick für die kommenden Quartale sein: Im Frühjahr erklärte das Management die erwartete Besserung nicht mit einem stärkeren Verbraucher, sondern mit normalisierten Unwetterschäden. Wer seine Prognose ans Wetter hängt, sagt damit implizit, dass er von der Nachfrage keine Hilfe erwartet. 

The Home Depot (WKN: 866953)

Ein erstklassiges Unternehmen in einem schlechten Umfeld. Bleibt die flächenbereinigte Zahl unter 0,6 Prozent, wird die Prognose schwer haltbar. Home Depot ist bei DER AKTIONÄR keine laufende Empfehlung. Favorit der Redaktion im Sektor bleibt Lowe’s. 

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