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05.03.2021 Marion Schlegel

HelloFresh fällt immer weiter – dieser Support ist jetzt wichtig

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HelloFresh

Die Aktie des Kochboxlieferanten HelloFresh setzt auch am heutigen Freitag ihre Korrekturbewegung fort. Zuletzt hatte das Papier das Nachsehen, als es darum ging, welcher Wert in den DAX aufsteigen wird. Das Rennen hat Siemens Energy gemacht. Experten vermuten, dass HelloFresh an der verschärften Börsenregel scheiterte, wonach DAX-Kandidaten zwei Jahre in Folge ein positives operatives Ergebnis vorweisen müssen.

HelloFresh (WKN: A16140)

Das Unternehmen hatte dieses Kriterium mit den am Montag vorgelegten Jahreszahlen wohl erfüllt, die Deadline für die Neubesetzung war aber Ende Februar. Die HelloFresh-Aktien blieben damit am Donnerstag im Zuge beginnender Lockdown-Aufweichungen gemeinsam mit vielen anderen Profiteuren der Corona-Krise unter Druck. Und auch am heutigen Freitag geht es weiter nach unten. Derzeit beträgt das Minus 1,6 Prozent auf 59,95 Euro.

Marc Decker, Leiter Fondsmanagement bei der Privatbank Merck Finck, bedauert es, dass HelloFresh der Aufstieg noch verwehrt bleibt. "Die Renovierung des DAX geht weiterhin kaum voran", gab sich der Experte enttäuscht. Der Austausch von Beiersdorf durch Siemens Energy belege einmal mehr, dass sich der DAX kaum in Richtung Digitalwirtschaft weiterentwickelt. "Der DAX ist und bleibt ein Aktienindex der Old Economy", ergänzte er. Mit mehr Bewegung rechnet er erst im Herbst, wenn der Leitindex von 30 auf 40 Werte vergrößert wird.

Die DZ Bank hat den fairen Wert für HelloFresh vor Kurzem nach der Zahlenvorgage von 70 auf 65 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Zwar kappte Analyst Thomas Maul in einer am Mittwoch vorliegenden Studie seine Gewinnschätzungen für den Kochboxen-Versender und daher auch den fairen Wert der Aktie, doch bleibt er recht positiv gestimmt. Der Trend zu mehr Heimarbeit und damit zu häufigeren Mahlzeiten zu Hause sowie die Erkenntnis, dass Kochboxen zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis Zeitersparnis bringen; sollten auch nach dem Ende der Pandemie für Wachstum sorgen.

Deutlich optimistischer bleibt das Analysehaus Kepler Cheuvreux mit der Einstufung „Buy“ und einem Kursziel von 96,40 Euro.

DER AKTIONÄR bleibt ebenfalls zuversichtlich, auch wenn die Aktie derzeit kurzfristig leicht angeschlagen ist. Die nächste wichtige Unterstützung wartet in Form des Oktoberhochs 2020 bei 56,40 Euro. bleiben weiter an Bord, ein Stopp bei 49 Euro sichert die Position nach unten ab.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im „AKTIONÄR Depot“ von DER AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)