Der Autozulieferer Hella bekommt einen neuen Finanzchef. Jens Grösch übernimmt zum 1. Dezember den CFO-Posten beim MDAX-Konzern. Der 50-Jährige ist bei Hella kein Unbekannter: Er kehrt zu seinem früheren Arbeitgeber zurück. DER AKTIONÄR wirft einen Blick auf die Personalie.
- Jens Grösch übernimmt zum 1. Dezember den CFO-Posten.
- Er folgt auf Philippe Vienney, der seinen Vertrag nicht verlängert.
- Der Hella-Mutterkonzern FORVIA ist anders als Aumovio keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR.
Grösch kennt die Forvia-Tochter Hella bereits seit Langem. Er begann seine berufliche Laufbahn bei dem Autozulieferer und war anschließend in verschiedenen Finanzpositionen tätig. Zuletzt verantwortete er als CFO die Finanzen bei dSPACE.
Gröschs Vorgänger Philippe Vienney hatte Mitte September angekündigt, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Bis zum Amtsantritt von Grösch bleibt Vienney jedoch noch im Amt. Zu den Gründen für die Personalie machte Hella keine Angaben.
Harter Wettbewerb mit Aumovio
Auf Grösch wartet keine leichte Aufgabe: Das Branchenumfeld ist weiterhin herausfordernd. Hella konkurriert unter anderem mit Aumovio um Aufträge von Autoherstellern. Gleichzeitig stehen die Zulieferer unter Kostendruck und müssen ihre Investitionen in Elektronik, Software und Elektromobilität finanzieren. Die operative Marge lag im ersten Halbjahr nur bei 5,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war dies eine Verschlechterung um 0,6 Prozentpunkte.
Die nächsten Quartalszahlen werden noch vom scheidenden CFO Philippe Vienney vorgelegt werden. Vorläufige Eckdaten gibt es laut dem Finanzkalender am 30. Oktober, endgültige Resultate am 12. November.
Doch wie bei jedem Personalwechsel wird auch Grösch bei Hella zunächst eingearbeitet werden müssen, bevor er die Finanzen des Konzerns maßgeblich mitgestalten kann. Bis sich seine Handschrift und damit erste Ergebnisse zeigen, dürfte daher einige Zeit vergehen. Zeit, die Hella angesichts der anhaltenden Krise in der Automobilbranche eigentlich kaum hat.
Während Hella einen neuen CFO beruft, hält DER AKTIONÄR an seiner Empfehlung Aumovio fest. Dort fand der CFO-Wechsel schon im November 2025 statt, seitdem leitet Jutta Dönges das Finanz-Ressort. Und auch bei der Performance schnitt Auomovio zuletzt klar besser als die beiden Konkurrenten Hella und Forvia ab.
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