Goldman Sachs erwartet eine anhaltend starke Goldpreisentwicklung. Konkret rechnet die Investmentbank damit, dass sich der Goldpreis bis zum Jahresende auf 4.900 US-Dollar verteuern könnte – gegenüber dem aktuellen Niveau ein mögliches Plus von elf Prozent. Als wesentlicher Treiber dieser Entwicklung gelten vor allem die Käufe der Notenbanken.
„Wir sehen weiterhin eine erhöhte Goldakkumulation bei den Zentralbanken als mehrjährigen Trend, da die Zentralbanken ihre Reserven diversifizieren, um geopolitische und finanzielle Risiken abzusichern“, erklären Lina Thomas und Daan Struyven von Goldman Sachs Research.
Angesichts der aktuellen Lage an den Derivatemärkten hält die Bank jedoch auch noch stärkere Ausschläge nach oben für denkbar.
„Es wird erwartet, dass Gold seine jüngsten Gewinne in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 fortsetzen wird, auch wenn die zunehmende Verwendung bestimmter an das Metall gekoppelter Derivate die Goldpreise volatiler machen könnte.“
Sollte sich die Prognose von Goldman Sachs bewahrheiten, stünde dem Edelmetall demnach eine Rally zum Jahresende bevor. Untermauert wird diese Einschätzung durch das aktuelle Anlegerinteresse, wie Zahlen von ETFBOOK belegen.
Bereits in den ersten drei Augustwochen flossen demnach erhebliche Summen in Gold-ETCs: In der Woche bis zum 3. August lagen die Zuflüsse bei 1,1 Milliarden US-Dollar, in der Folgewoche bis zum 10. August kletterte der Wert auf beachtliche 2,3 Milliarden US-Dollar. Bis zum 17. August kamen weitere 1,7 Milliarden US-Dollar hinzu.
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