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22.07.2015 Alfred Maydorn

Fast Food tut gut (DA_2715 -Wingstop )

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Buffalo Wild Wings

Die Amerikaner lieben Fast Food. Und sie lieben Chicken Wings. Und diese Liebe geht mittlerweile nicht nur durch den Magen, sondern macht auch vor der Börse keinen Halt. Im laufenden Jahr sind schon drei neue Fast-Food-Ketten neu an die Märkte gekommen. Jüngster Neuzugang war Wingstop, ein Anbieter, der sich voll und ganz auf Chicken Wings spezialisiert hat – und zu den kross gebratenen Hähnchenflügeln elf verschiedene Soßen anbietet, deren Geschmacksrichtungen von mild bis „Atomic“ reichen.
Sprichwörtlich „atomar“ war auch der Börsengang von Wingstop vor gut einer Woche. Obwohl der Ausgabepreis der neuen Aktien mit 19 Dollar deutlich über der ursprünglich ausgegebenen Emissionsspanne von 12 bis 14 Dollar lag, schnellte das Papier am ersten Handelstag um 60 Prozent auf über 30 Dollar nach oben.

IPO-Boom
Damit reihte sich Wingstop nahtlos ein in die Reihe erfolgreicher Fast-Food-IPOs im laufenden Jahr. Die Aktie der ebenfalls auf Hähnchen spezialisierten Restaurantkette Bojangles’ notierte am ersten Handelstag im Mai zeitweise 40 Prozent über ihrem Emissionspreis, einen glatten Verdoppler legte die Burger-Kette Shake Shack Ende Januar hin. Um sogar 118 Prozent ging es nach oben, obwohl auch hier aufgrund der hohen Nachfrage der Emissionspreis kurz vor dem IPO um 50 Prozent auf 21 Dollar angehoben wurde.

1.000 Prozent Gewinn
Der Heißhunger der Anleger auf die neuen Fast-Food-Aktien kommt nicht von ungefähr. Die Investoren erhoffen sich ähnliche Kursentwicklungen wie beim Taco-Spezialisten Chipotle Mexican Grill oder bei Buffalo Wild Wings, deren Aktienkurse sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verzehnfacht haben.
Buffalo Wild Wings hat seit 2005 die Zahl seiner Restaurants auf mittlerweile fast 1.100 verdreifacht, der Umsatz wuchs überproportional von gut 200 Millionen auf 1,5 Milliarden Dollar.
Im Vergleich dazu sind die 67 Millionen Umsatz von Wingstop geradezu winzig, was aber daran liegt, dass Wingstop fast ausschließlich auf Franchise setzt und nur knapp 20 der 745 Läden selbst betreibt. Diese sind deutlich kleiner als die von Buffalo, weil Wingstop den Großteil seiner Chicken Wings außer Haus verkauft.
Die Kombination aus hohem Franchise-Anteil und kleineren und daher kostengünstigeren Läden sorgt dafür, dass Wingstop eine für die Branche außergewöhnlich hohe Nettomarge von rund 13 Prozent erreicht.

Klein und teuer
Die Burgerkette Shake Shack zählte beim Börsengang im Januar gerade einmal 63 Läden, will aber aggressiv wachsen. Das Alleinstellungsmerkmal von Shake Shack ist Fleisch aus kontrollierter Aufzucht. Dafür zahlen die Kunden dann auch gerne etwas mehr als bei der Konkurrenz.

Wingstop: Spekulativ kaufen!
Leider sind nicht nur die Burger bei Shake Shack etwas teurer, sondern auch die Aktie. Das 2015er-KGV liegt bei geradezu astronomischen 530. Im Vergleich dazu ist Buffalo Wild Wings mit einem Gewinnvielfachen von 27 geradezu ein Schnäppchen. Für Wingstop gibt es noch keine Gewinnprognosen, aber die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau ein spekulativer Kauf.


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