12.12.2018 Florian Söllner

Drohnen-Hot-Stocks Aerovironment und Parrot: Spiel mit dem Feuer

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Parrot
Trendthema

Drohnen von Aerovironment fliegen derzeit über die vom Feuer verwüsteten Gebiete des Monico Mountain Nationalparks, um das Ausmaß der Schäden zu analysieren. Heiß geht es auch im Chart der Drohnen-Aktie zu. Nach einer Kursvervielfachung ging das Papier zuletzt in den Sinkflug über. Auf dem ersten Blick waren die jüngsten Quartalszahlen mit einem Umsatzwachstum von elf Prozent gut. Der bereinigte Gewinn übertraf mit 0,29 Dollar je Aktie um Längen den Konsensus von 0,16 Dollar. Doch während der Gewinn oft von diversen bilanziellen Einflüssen verzehrt sein kann, liefert der operative Cash-Flow oft ein ehrlicheres Bild der Lage. Und gerade hier war der operative Cash-Flow mit 2,4 Millionen Dollar auf Quartalsbasis ins Minus gerutscht, was zu Gewinnmitnahmen geführt hat.

Klar ist: Aerovironment befindet sich in einem spannenden Wachstumsmarkt. Doch die Bewertung der Aktie bleibt mit einem 2019er-KGV von 50 ambitioniert. Das Papier wurde nun im AKTIONÄR-Chart-Check mit einem Plus von 150 Prozent seit 2016 ausgestoppt. Neueinsteiger warten eine Belebung im Chart ab!

Parrot: Jetzt übernimmt der Gründer!

Schneller war das Papier der französischen Konkurrenz gefallen. Die Vorstellung von „Bluegrass Fields“ – einem Drohnen-Software-System zur Überwachung der Pflanzen aus der Luft war eine gute Idee, um sich vom Marktführer DJI abzuheben – doch zu wenig um die unsanfte Landung des Hot-Stocks zu verhindern. „Parrot könnte mit dem Fall unter drei Euro bald den finalen Sell-off erleben“, so die Vermutung im Hot Stock Report 47/2018. Es kamen schwache Q3-Zahlen und der 50 Prozent-Absturz auf eine Market Cap von 50 Millionen (bei Nettocash von 100 Mio.!). Das war zu günstig: CEO Henri Seydoux hat daraufhin ein Übernahmeangebot zu 3,20 Euro (Aktie +80 Prozent) veröffentlicht, auf dessem Niveau die Aktie bis jetzt „eingefroren“ und das wilde Auf und Ab damit zunächst beendet ist.