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09.10.2020 Fabian Strebin

Dividendenperle Houlihan startet Rallye - Pleitewelle kommt

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HOULIHAN LOKEY A

Houlihan Lokey ist selbst vielen Börsianern kein Begriff. Dabei ist die Investmentbank in einem Bereich tätigt, der durch die Corona-Pandemie leider eine Renaissance erleben dürfte: Die Amerikaner kümmern sich neben dem klassischen Corporate-Finance-Geschäft vor allem um Restrukturierungen. Nachdem ein zweites Rettungspaket in den USA vor der Wahl immer unwahrscheinlicher wird und die Wirtschaft wieder schwächelt, setzt die Aktie zu einer Rally an. Sollten Anleger noch auf den Zug aufspringen?

DER AKTIONÄR hat die Aktie Anfang September empfohlen, um von einem heißen Herbst zu profitieren.  Wie kein anders Finanzinstitut ist Houlihan im Restrukturierungsgeschäft engagiert – knapp ein Drittel der Erträge kommt aus diesem Geschäftsfeld. Zuletzt stemmten sich die Industrieländer noch mit Billionensubventionen durch den wirtschaftlichen Abschwung, den Corona ausgelöst hat. Aber ewig kann das nicht weitergehen, es kann nicht jede Firma vor der Pleite gerettet werden. Vor allem, wenn es in verschiedenen Ländern zu einem zweiten Lockdown kommt, lassen sich Masseninsolvenzen nicht mehr verhindern. Dann schlägt die Stunde von Houlihan Lokey.

Die Investmentbank ist längt in Europa präsent und hat ihr Geschäft in den vergangenen Jahren durch Übernahmen beständig ausgebaut. Neben der reinen Kursentwicklung dürfte für Anleger auch noch die Dividende interessant sein: In den vergangenen fünf Jahren wurden die Ausschüttungen immer weiter erhöht, das Dividendenwachstum der letzten drei Jahre beläuft sich im Schnitt auf fast 17 Prozent pro Jahr. Anfang Dezember ist die nächste Auszahlung fällig. Mit 33 Dollar-Cent bleibt die Dividende trotz Corona-Pandemie auf hohem Niveau.

HOULIHAN LOKEY A (WKN: A14WN3)

Der Abwärtstrend bei 50,83 Euro vom Sommer wurde Anfang der Woche nach oben durchbrochen. Damit wurde ein starkes Kaufsignal ausgelöst. Verschlimmert sich die weltweite Corona-Situation weiter, sollte das Houlihan Lokey in die Karten spielen. Die Pleitewelle dürfte in den kommenden Monaten global erst richtig ins Rollen kommen.

Wer noch nicht investiert ist, kann noch einstiegen. Das Sentiment bleibt weiterhin positiv für die Papiere. DER AKTIONÄR hat einen Stopp bei 30 Euro platziert, das Ziel liegt bei 70 Euro.