07.01.2012 Dominik Schertel

Die Super-Aktien (Teil 6): Balchem

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DAX

Sie sind der Traum eines jeden Börsianers: Aktien, die über Jahre hinweg kontinuierlich steigen und dem Anleger hohe Gewinne bescheren. Zugegeben, sie haben Seltenheitswert – aber es gibt sie. Es handelt sich meistens um Unternehmen, die wegen eines guten Geschäftsmodells und einer starken Marktstellung durchaus auch weiterhin Kursgewinne versprechen. Denn eines ist Fakt: Befindet sich eine Aktie in einem langfristigen Aufwärtstrend, ist die Wahrscheinlich hoch, dass sich dieser Trend fortsetzt.

DER AKTIONÄR stellt in seiner neuen Serie einige dieser Super-Aktien vor:

Balchem Performance in zehn Jahren: 815 Prozent - 24,8 Prozent pro Jahr

Balchem erzeugt seit 1967 Spezialchemieprodukte für die Bereiche Lebensmittel und Pharmazie, Medizintechnik sowie Tiernahrung. Die Produktpalette des im US-Bundesstaat New York beheimateten Unternehmens reicht von Kraftfutter über Nahrungsergänzungsmittel bis zu Flüssigkeiten zur Sterilisierung von medizinischen Geräten. Seit Übernahme der Cholinchlorid-Sparte von Akzo Nobel im Frühjahr 2011 verfügt der US-Spezialchemiekonzern in Italien über einen ersten Standort außerhalb des US-Marktes. Laut dem aktuellen Forbes-Ranking ist die Gesellschaft die Nummer 29 unter "Americas best Small Companies". Kein Wunder: Die Geschäfte laufen auf Hochtouren. Das US-Spezialchemieunternehmen erzielt ein Rekordergebnis nach dem anderen.

Dividende erhöht

Es kommt also nicht von ungefähr, dass die Balchem-Aktie über einen mustergültigen Kursverlauf von links unten nach rechts oben verfügt. Seit zehn Jahren hat der Wert um durchschnittlich rund 25 Prozent pro anno zugelegt. Dabei überzeugt vor allem die hohe Gewinn-Konstanz von 95 Prozent und das unterdurchschnittliche Verlust-Ratio von zwei. Vor dem Hintergrund der guten Entwicklung wurde die Dividende, die am 16. Dezember 2012 ausgeschüttet wird, um 20 Prozent auf 0,18 Dollar je Aktie erhöht.

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

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