18.04.2019 Maximilian Völkl

Deutsche Telekom: Kommt es zur Eskalation?

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Deutsche Telekom
Trendthema

Die 5G-Auktion läuft weiter auf Hochtouren. Inzwischen summieren sich die Gebote von Telekom, 1&1 Drillisch und Co bereits auf 5,36 Milliarden Euro. Das Problem: Die Versteigerung könnte noch längere Zeit weitergehen. Außer einer der Konzerne sorgt für den großen Knall – zwei Möglichkeiten gibt es dafür.

In den vergangenen Tagen hat sich der Bieterkampf etwas entspannt. Zu Beginn der Auktion hatten die Telekomkonzerne pro Runde noch zahlreiche, teils deutlich höhere, neue Gebote abgegeben. Inzwischen bieten die Konzerne hauptsächlich nur noch auf den günstigsten Block der 41 zu versteigernden Frequenzblöcke.

Die Bundesnetzagentur hat zudem festgesetzt, dass die Gebote lediglich um mindestens zwei Prozent erhöht werden müssen. Aufgrund des veränderten Bieterverhaltens steigen die Preise deshalb nur noch langsam. Die Folge: Es kann noch eine sehr lange Auktion werden, ohne dass sich der Gesamtpreis radikal ändert.

Allerdings wird die Auktion wegen der Osterfeiertage erst am kommenden Dienstag fortgesetzt:

Bleibt es wirklich ruhig?

Auch eine Eskalation ist dann trotzdem nach wie vor möglich. Zum einen wird nach wie vor spekuliert, ob der Neueinsteiger 1&1 Drillisch nicht sein Budgetlimit erreicht hat und aus der Auktion aussteigen könnte.

Zum anderen gab es bereits vor rund zwei Wochen Anzeichen, dass sich die Bieter beruhigt haben. Dann kam es allerdings zu einem erneuten Kampf um mehrere Blöcke. Wenn erneut ein Bieter eine neue Strategie fährt und auf andere Blöcke bietet, könnte das die Preise doch noch einmal befeuern.

Halteposition

Die 5G-Auktion wird immer teurer. Für die Deutsche Telekom ist die Situation nicht gerade erfreulich, die Folgen des Netzausbaus bleiben unklar. Zudem wankt die Fusion der Tochter T-Mobile US mit Sprint. Aufgrund der unsicheren Gemengelage bleibt die Aktie lediglich eine Halteposition mit Stopp bei 12,50 Euro.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Deutsche Telekom.