16.04.2019 Maximilian Völkl

Deutsche Telekom: Darum ist die Aktie jetzt besser als Drillisch, Telefónica und United Internet

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Deutsche Telekom
Trendthema

Die Auktion für den neuen Mobilfunkstandard 5G läuft noch immer auf Hochtouren. Nach 204 Runden sind die vier Bieter Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch bei Kosten von 5,33 Milliarden Euro angekommen. Noch sind die Folgen von 5G für die Konzerne unklar. Die Aktie der Deutschen Telekom hat aber einen klaren Vorteil.

Grundsätzlich sei eine teure Frequenzversteigerung bereits in den Kursen eingepreist, meint UBS-Analyst Polo Tang. Ursprünglich hatte der Bund nur mit Erlösen von drei bis fünf Milliarden Euro gerechnet. Diese Marke ist bereits überschritten.

Bei den Platzhirschen Deutsche Telekom und Vodafone sieht Tang nun Spielraum nach oben. Hier dürften die Kosten im Rahmen der Erwartungen liegen oder sogar besser ausfallen als gedacht.

Probleme bei kleineren Rivalen

Darin liegt auch der Unterschied zu den kleineren Wettbewerbern Telefónica Deutschland sowie 1&1 Drillisch mit der Mutter United Internet im Rücken. Diese hätten stärker an den hohen Kosten zu knabbern, zudem bestehe Unsicherheit wegen eines möglichen eigenen Netzes von Drillisch.

Die UBS sieht für die Aktie der Deutschen Telekom einen fairen Wert von 18,40 Euro, die Einstufung lautet „Buy“. Auf dem aktuellen Niveau entspricht das einem Potenzial von etwa 22 Prozent.

Halteposition

DER AKTIONÄR bleibt dabei: Die Telekom kann besser mit den hohen Kosten umgehen als die Wettbewerber. Doch je länger die Auktion dauert, desto unerfreulicher ist das auch für den DAX-Titel. Bis Fakten geschaffen werden bleibt die Dividendenaktie lediglich eine Halteposition.

Die Telefónica-Aktie solle dagegen strikt gemieden werden. Hier bestehen finanzielle Risiken und wenig Fantasie.

Bei United Internet und Drillisch überwiegt ebenfalls das Risiko. Sollten die Konzerne allerdings doch noch – wie teilweise kolportiert – aus der Auktion aussteigen, rücken die Aktien schnell wieder in den Fokus. Dann wäre ein Kurssprung möglich.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Deutsche Telekom.