15.04.2019 Maximilian Völkl

Deutsche Telekom: 5G-Auktion wird immer teurer – fällt heute die Entscheidung?

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Deutsche Telekom
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Die Frequenzauktion für den neuen Mobilfunkstandard 5G neigt sich dem Ende entgegen. Die Kosten sind inzwischen explodiert, nach 189 Runden stehen die Gebote bei insgesamt 5,29 Milliarden Euro. Weder die Platzhirsche Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland noch der Neueinsteiger Drillisch wollen bislang nachgeben. Das könnte sich jetzt aber ändern.

Unter Experten ist umstritten, wer die Schuld dafür trägt, dass die Kosten so stark in die Höhe getrieben wurden. Ursprünglich rechnete der Bund mit einem Erlös von drei bis fünf Milliarden Euro. Vor knapp zwei Wochen schien eine Einigung zudem zum Greifen nahe – zu einem Preis von 2,3 Milliarden Euro.

Ist Drillisch schuld?

Ein letzter umstrittener Frequenzblock reichte dann allerdings aus, um die Kosten in die Höhe zu treiben. Immer wieder wurde der neue Bieter Drillisch dafür verantwortlich gemacht, dass die Preise stark stiegen.

Klar ist: Drillisch hat untermauert, dass es der Konzern mit dem Netzaufbau ernst meint. Doch inzwischen wurde der Herausforderer auch vorsichtiger, das Budgetlimit könnte näher rücken.

Entscheidung nahe

Auch die Deutsche Telekom trat zeitweise sehr aggressiv auf. Der DAX-Riese hat aufgrund seiner Größe die besten Voraussetzungen, die Wettbewerber preislich unter Druck zu setzen. Doch auch der Telekom kann nicht daran gelegen sein, die Kosten unendlich in die Höhe zu treiben.

Ein Ende der Auktion scheint deshalb zeitnah möglich. In den letzten Runden sind die Preise auch langsamer gestiegen als vorher. Es ist ein Indiz dafür, dass die Entscheidung ansteht. Ob diese bereits am heutigen Montag fällt, ist allerdings noch völlig offen.

Abwarten

Vor allem Telefónica hat nicht die finanziellen Mittel, um das Wettbieten noch lange mitzumachen. Auch Drillisch dürfte an die Schmerzgrenze kommen, zumal der Neueinsteiger das komplette Netz erst noch aufbauen muss.

Die Telekom hat zwar mehr Spielraum. Erfreulich ist das Wettbieten aber auch für die Anleger des DAX-Konzerns nicht. Bis Fakten geschaffen wurden bleibt die Dividendenaktie lediglich eine Halteposition.