Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
26.05.2015 Andreas Deutsch

Deutsche Bank und Commerzbank: Aktien schlechter als der DAX

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DAX
Trendthema

Der Linksruck nach den Regionalwahlen in Spanien und die drohende Pleite Griechenlands haben am Dienstag für Verunsicherung an den Finanzmärkten gesorgt. Vor allem Bank-Aktien erwischt es hart.

Die Commerzbank-Aktie rutscht am Mittag um 1,3 Prozent ab, die Aktie der Deutschen Bank fällt 1,1 Prozent. Währenddessen verliert der DAX 0,5 Prozent. Händler verweisen auf eine deutlich erhöhte Unsicherheit wegen Griechenland und auch Spanien.

"Aus der griechischen Erkältung scheint sich nun eventuell eine spanische Grippe für die Finanzmärkte zu entwickeln", sagte Aktienhändler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Zwar seien die Banken von der Griechenland-Krise kaum mehr direkt betroffen, sagte ein weiterer Händler. Sie hätten ihr Engagement zurückgefahren. Ein "Grexit" brächte aber große Unsicherheit nach Europa und das mache die Finanzwerte zu den Hauptleidtragenden.

Hinzu kommt Spanien: „Nach den Wahlen sind Befürchtungen da, dass man nach dem Linksruck ähnliche Züge sehen könnte wie einst in Griechenland“, sagte Lipkow. Dort war es nach den Wahlen zur Wende in der Schuldenpolitik gekommen.

Die Regional- und Kommunalwahlen in Spanien hatten am Wochenende eine politische Verschiebung nach Links gebracht. Die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy erlitt drastische Stimmeinbußen. Das erzeuge Sorgen, dass Spanien spätestens mit den Wahlen im November als Krisenthema wieder auf die Agenda komme, sagte der andere Händler. Dies würde die Banken mit ihren umfangreichen Beständen an spanischen Staatsanleihen hart treffen. Klare Kursverluste am Rentenmarkt in Madrid böten aktuell einen Vorgeschmack.

Aktien haben noch Luft

Die Deutsche Bank ist derzeit mit 9,4 Milliarden Euro in Spanien engagiert, bei der Commerzbank sind es 10,4 Milliarden Euro. Zugute kommen den Unternehmen allerdings die Maßnahmen der EZB, in großem Stil Staatsanleihen – unter anderem spanische – aufzukaufen. Anleger brauchen sich also wegen der Wahl in Spanien keine großen Gedanken zu machen. DER AKTIONÄR bleibt bei seinen Kurszielen von 14 Euro für die Commerzbank und 40 Euro für die Deutsche Bank.

(Mit Material von dpa-AFX)

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