14.01.2016 Andreas Deutsch

Deutsche Bank: Niederschmetternde Analyse

-%
DAX
Trendthema

Nach einem schwachen Mittwochshandel steht die Aktie der Deutschen Bank im frühen Donnerstaghandel wieder unter Druck. Ein Grund: Société Générale hat sich äußerst kritisch über den deutschen Marktführer geäußert.


Société-Générale-Analyst Andrew Lim hat das Kursziel für die Aktie der Deutschen Bank von 25 auf 20 Euro gesenkt und die Einstufung bei „Verkaufen“ belassen. Rechtsstreitigkeiten stellten für den deutschen Branchenprimus und seine Kapitalausstattung weiterhin ein wesentliches Risiko dar, so der Analyst in einer Studie zu den weltweiten Investmentbanken vom Mittwoch. Für die Branche lauerten zudem Risiken im Geschäft mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen (FICC).

Unterdessen geht laut Noch-Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen das Abarbeiten von Altlasten der Deutschen Bank voran. "Wir werden alles tun, damit wir dieses Kapitel schnell schließen können“, sagte Fitschen auf einer Veranstaltung der Deutschen Bank in Berlin. Der eingeleitete "Kulturwandel" bei der Deutschen Bank werde fortgesetzt.

Absturz oder Gegenbewegung?

Die Anleger interessieren sich derzeit nicht für die optimistischen Aussagen Fitschens und trennen sich erneut von ihren Deutsche-Bank-Aktien. Die bedeutende Unterstützung im Bereich 20 Euro ist nur einen Hauch weit entfernt. Fällt die Aktie nachhaltig unter diese Marke, droht im schlimmsten Fall ein Abrutschen bis in den Bereich 13,40 Euro. Trader, die auf eine Gegenbewegung setzen wollen, können ein Kauflimit bei 20 Euro setzen und dann einen Stopp bei 17 Euro platzieren.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
Seitenanzahl: 272
Erscheinungstermin: 05.12.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-655-4