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27.01.2016 Maximilian Steppan

DAX-Schlusslicht BASF mit 52-Wochen-Tief: Das sagen die Analysten

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DAX

Da die Siemens-Aktie einen Teil des Dividendenabschlags im Verlauf des Handelstages aufgeholt hat, trägt nun BASF die rote Laterne im DAX. Die Kursziele der Experten reichen nach der Gewinnwarnung von 52 bis 95 Euro.

Markus Mayer von der Baader Bank hat das Kursziel anlässlich des Gewinneinbruchs und hoher Wertberichtigungen von 63 auf 52 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Das vorläufige operative Ergebnis (EBIT) vor Sonderposten für das Schlussquartal 2015 sei wegen des Gewinneinbruchs im Öl-, Gas- und Chemikaliengeschäft deutlich schwächer als vom Markt erwartet ausgefallen, schrieb der Analyst in einer Studie vom Mittwoch. BASF zählt für den Experten weiterhin zu den unattraktivsten Chemiewerten. Die hohen Wertberichtigungen in der Öl- und Gassparte seien in seinem gesenkten Kursziel noch nicht berücksichtigt.

"Krisenszenario eingepreist"

Das US-Analysehaus Bernstein Research hat BASF nach vorläufigen Jahreszahlen dagegen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 87 Euro belassen. Die Gewinne des Chemiekonzerns seien wegen der schwachen Ölpreise und Abschreibungen gesunken, schrieb Analyst Jeremy Redenius in einer Studie. Allerdings preise die Aktie bereits ein "Krisenszenario" ein, was das Abwärtspotenzial begrenze. Fundamental sei BASF weiter in einer starken Position.

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Beim Blick auf den Ein-Jahres-Chart wird Mayers Kursziel immer wahrscheinlicher. Denn das Papier befindet sich seit dem Allzeithoch von 97,22 Euro im Abwärtstrend. Auch die Marke von 65,09 Euro hat dem Titel keinen Halt geben können. Die Aktie hat daraufhin ein neues 52-Wochen-Tief markiert. Hält auch die Marke von 58,98 Euro nicht, droht dem DAX-Titel ein neues Vier-Jahres-Tief.

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Fall für die Watchlist

Nach dem Kursrutsch der vergangenen Wochen geöhrt BASF mit einer Dividendenrendite von 4,7 Prozent zwar nach wie vor zu den besten Dividendenzahlern im DAX. Aufgrund der angespannten charttechnischen Situation ist das Papier aktuell aber nur ein Fall für die Watchlist.

(Mit Material von dpa-AFX)

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