10.03.2014 Alfred Maydorn

DAX: Krim-Krise und China-Schock – Absturz auf 9.000 Punkte?

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Trendthema

Nach einem Minus von 3,5 Prozent in der vergangenen Woche müssen sich deutsche Anleger auch zum Auftakt der neuen Börsenwoche auf Verluste einstellen. Weiterhin belastet die Krim-Krise den deutschen Aktienmarkt, hinzu kommen enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China. Die asiatischen Aktienmärkte kommen am Montag kräftig unter Druck.

Die Situation auf der Krim bleibt angespannt und wird den deutschen Aktienmarkt am Montag weiter belasten. Offenbar ist es am Wochenende zu ersten Zusammenstößen zwischen Anhängern Moskaus und Unterstützern der neuen Regierung in Kiew gekommen. Der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk gibt sich kämpferisch: "Das ist unser Land, wir werden keinen Zentimeter davon aufgeben, das sollen Russland und sein Präsident wissen."

Export-Einbruch in China

Aber nicht nur die heikle Lage auf der Krim könnte den DAX weiter unter Druck bringen. Auch die überraschend schwachen chinesischen Wirtschaftsdaten dürften Anleger verstimmen. So sind die chinesischen Exporte im Februar um 18,1 Prozent eingebrochen. Ein geradezu schockierend schlechter Wert, Experten hatten mit einem Anstieg um 6,8 Prozent gerechnet.

Die asiatischen Aktienmärkte kommen am Montagmorgen unter Druck. Der chinesische Shanghai-Composite-Index bricht um 2,5 Prozent ein. In Tokio verliert der Nikkei-Index ein Prozent.

Absturz auf 9.000 Punkte?

Die Kombination aus politischer Verunsicherung und negativen Wirtschaftsdaten könnte den DAX gleich zum Wochenauftakt unter 9.300 Punkte drücken. Wird diese Marke unterschritten, drohen weitere Abschläge. Aus charttechnischer Sicht ist dann auch ein erneuter Test der 9.000-Punkte-Marke möglich.

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