DAX geht durch die Decke - JP Morgan sagt: Einsteigen!

DAX geht durch die Decke - JP Morgan sagt: Einsteigen!
Foto: Börsenmedien AG
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Andreas Deutsch 22.06.2015, 09:49 Andreas Deutsch
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Die Hoffnung auf einen Durchbruch im griechischen Schuldenstreit hat den DAX am Montag beflügelt. Am Morgen klettert der deutsche Leitindex um 2,5 Prozent auf 11.320 Punkte. Für Auftrieb sorgt auch eine positive Studie von JP Morgan.

Der Hauptgrund für die Kursexplosion sind aber neue Vorschläge aus Athen, die von mehreren Seiten als gute Verhandlungsbasis vor einem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Eurozone gewertet wurden. Die Vorschläge seien eine gute Basis für Fortschritte bei dem Treffen am Montag in Brüssel, schrieb der Kabinettschef von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Martin Selmayr, in der Nacht bei Twitter.

Aus Athen hatte es am Sonntag geheißen, Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras habe Vorschläge für eine "endgültige Lösung" der Krise vorgelegt. Ein Sprecher sagte, der Regierungschef habe Vorschläge zu den geforderten Sparmaßnahmen präsentiert, damit es eine "endgültige Lösung zugunsten aller Seiten" gebe und das Problem nicht verschoben werde. Ein EU-Mitarbeiter erklärte zunächst, dass bisher kein Vorschlag eingetroffen sei.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) rief Tsipras vor den Eurozonen-Treffen auf, eine Lösung im Schuldenstreit zu ermöglichen. "Alexis Tsipras trägt vor allem Verantwortung für das gesamte griechische Volk. Das darf er beim Sondergipfel in Brüssel nicht vergessen", sagte Schulz der "Rheinischen Post" (Montag). Mit Blick auf die geforderten Reformen sagte er: "Bisher haben die Aussagen Athens, es gebe weitreichende Angebote der griechischen Regierung, nicht zugetroffen. Unsere Angebote hingegen liegen auf dem Tisch." Und diese seien "wirklich weitreichend", sagte Schulz.

JP Morgan: Jetzt einsteigen

Die Experten von JP Morgan schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland die Eurozone verlasse, nach wie vor als gering ein. Bei einer Verschärfung der Lage dürfte ein Referendum zeigen, dass bei den Griechen der Wunsch nach einem Verbleib in der Währungszone dominiere.

JP Morgan empfiehlt den Anlegern, wieder in den DAX einzusteigen. Der Euro dürfte sich wieder abschwächen, was dem deutschen Leitindex helfen sollte, schreiben die Experten um den Strategen Mislav Matejka in einer Studie vom Montag. Zudem dürfte der Ölpreis nicht weiter anziehen, was ebenfalls positiv sei.

Matejka erinnerte daran, dass JP Morgan den DAX zu Jahresbeginn bereits favorisiert hatte. Wegen der Trendwende im Euro und beim Ölpreis habe sich die Präferenz im ersten Quartal jedoch zu Gunsten des italienischen Marktes verschoben.

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